Fast nur Männersache – Warum sind Frauen im Motorsport so Mangelware?

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Unsere Liechtensteiner Speed-Queen Fabienne Wohlwend ist ein weiteres Mal vor der Kamera gelandet, dieses Mal für die Doku „Fast ’n Female“. Das Thema? Warum sind Mädels im Motorsport Mangelware? Obwohl es beim Racen nicht um Muskelkraft, sondern um die Power des Autos geht, sind Frauen in Rennserien selten am Start. Besonders in der F1, der Champions League des Motorsports, hat seit den 70ern keine Frau mehr Gas gegeben. „Das Auto checkt nicht, ob ein Dude oder eine Lady am Steuer sitzt“, sagt die 26-Jährige. Sie erklärt auch, dass der Druck als Frau im Motorsport grösser ist, da man mehr auffällt.


Macho-Sprüche und der harte Weg nach oben

Wohlwend erzählt, wie sie vom Kartfahren zum Profisport kam und dass Macho-Sprüche zum Alltag gehören. „Es gibt immer Leute, die glauben, Frauen gehören nicht ans Steuer. Solche Sprüche muss man aushalten können“, sagt sie.


Ist Geld das Problem?

Aber warum sind Frauen im Motorsport so unterrepräsentiert? Simona de Silvestro, die zweite Hauptdarstellerin in der Doku, hat es bis aufs Podest der IndyCar Series geschafft, aber ohne die Rückendeckung eines grossen Rennstalls. Wie so oft geht es um Money, Money, Money. Die FIA tut laut Doku wenig, um mehr Frauen ins Rennen zu bringen. Eine Ausnahme war die W-Series, eine reine Frauenrennserie. „Die W-Series hatte die Vision, Frauen im Motorsport zu fördern. Sie haben mir ermöglicht, meinen Traum zum Beruf zu machen“, sagt Wohlwend. Aber die Serie hielt nicht lange – zu wenig Sponsoren und Investoren.


Zukunftsmusik: „Formula equal“

Craig Pollock, ein britischer Businessman, will die „Formula equal“ einführen. Ein Team, das zu 50 Prozent aus Männern und Frauen besteht – Fahrer, Manager und Ingenieure. Aber das ist noch Zukunftsmusik und abhängig von Sponsoren und Cash.


Fazit der Doku

Die Doku kommt zum Schluss, dass die FIA zu wenig tut, um Frauen zu fördern und den Investoren der Mut fehlt, Frauen eine Chance zu geben. Aber Wohlwend lässt sich nicht aufhalten. Sie will ein Role Model für Mädels sein – das Vorbild, das ihr als siebenjähriges Mädchen auf der Kartbahn fehlte.


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