Lehrer:innen-Studie: Zufriedenheit im Check
Die Lehrer:innen in Liechtenstein haben dieses Jahr auf eigene Faust bei der Berufszufriedenheitsstudie des Schweizer Dachverbands LCH mitgemacht. Das Bildungsministerium bestätigte, dass weder die Regierung noch das Schulamt daran beteiligt waren. Laut einem anonymen Lehrer bleibt die Hoheit über die Publikation bei der Lehrerschaft.
Teilnehmer und Ergebnisse
230 von insgesamt knapp 790 Schulangestellten haben teilgenommen. Die Gesamtzufriedenheit wurde mit Note 4,3 bewertet – mehr als „genügend“. Bewertet wurden Kategorien wie Schulleitung, Eltern und öffentliches Ansehen.
Probleme und Sorgen
Der Punkt „Ansehen in der Öffentlichkeit“ schnitt mit Note 3,3 am schlechtesten ab. Eine Lehrperson erklärte: „Das Bild, dass wir viel Ferien und gleichzeitig einen leichten Job haben, scheint immer noch präsent zu sein.“ Auch bei Lohn und Lohnentwicklung gab es mit Note 3,4 keine Zufriedenheit. Hier wurde die intransparente Lohnzusammensetzung kritisiert. Die Work-Life-Balance wurde mit 3,8 bewertet, was laut LCH auf eine hohe Grundbelastung hinweist.
Job-Wiederwahl
76 Prozent der Lehrpersonen würden ihren Beruf wieder wählen, im Vergleich zu 82 Prozent in der Schweiz. Fast jede vierte Lehrperson in Liechtenstein würde ihren Job heute nicht mehr wählen.
Positives Feedback
Positiv bewertet wurden der Austausch mit Kolleg:innen, die Zusammenarbeit mit der Schulleitung sowie die Arbeit mit den Schüler:innen.
