Hallucinations im Kunstraum Engländerbau
Die Ausstellung „Hallucinations“ von Claudia Larcher, kuratiert von Yvonne Rüscher, präsentiert vier KI-generierte Videocollagen in Vaduz. Larcher nutzt KI, um mit Deep Fakes die Glaubwürdigkeit von Bildern zu hinterfragen, was Stefania Pitscheider Soraperra als möglichen Geschichtsverfälschungsvorwurf beschreibt.
Gewollte Deformation des Selbst
Im Video „Me myself and I“ verschmelzen 350 analoge Bilder dank Generative Adversarial Networks zu teils unheimlichen Deformationen. Die Kunstraumleiterin Ruth Schib bemerkt, dass die KI-Fehler dabei sichtbar werden. Eine Computerstimme, entstanden aus Chat-Bot-Dialogen, begleitet das Video.
Natur seziert und künstlich zusammengesetzt
„Das grosse Baumstück“ kombiniert reale Baumdarstellungen mit KI-Landschaften. Die Künstlerin erschafft aus Videosequenzen und Fotos eine Reise von der Baumkrone in den Boden, begleitet von Ursula Winterauers Sound, der an Herzschlag und Weltall erinnert.
Stilleben aus technischen Geräten und Blumen
Im Werk „Stilleben“ treffen Solarpanels und Smartphones auf künstliche Blumen, inspiriert von Rachel Ruysch. Die Bienendrohnen und das blinkende Handy sorgen für subtile Bewegung.
Historische Fotos mit Frauen bestückt
In „KI und die Kunst der historischen Neuinterpretation“ zeigt Larcher marginalisierte Frauen in technischen Berufen auf alten Fotos und hinterfragt damit die männlich dominierte Geschichtsschreibung.
Verabschiedung von Ruth Schib
Stephan Sude lobt Larchers Werke und bedankt sich bei Ruth Schib, die zur Kulturstiftung Liechtenstein wechselt. Die Ausstellung läuft bis zum 15. Dezember.
