Ende einer Ära
Das Liechtensteiner Volksblatt, unsere älteste Tageszeitung, macht die Biege. Nach 145 Jahren ist Schluss, so die News vom 7. Februar 2023. Ein digitales Comeback? Nope, die Idee wurde gecancelt. Die Kohle fehlt, sagten die Verlags-Bosse. Zwei Tageszeitungen für 40k Leute? Das war schon immer crazy. Jetzt ist die Medien-Battle vorbei, der medienlose Remix beginnt. Alles ist im Flow, auch in Liechtenstein.
Vatikan-Update
Am 7. August 2023 droppt Rom eine Bombe – das Erzbistum bleibt! Der vatikanische Außenminister Paul Richard Gallagher kündigt einen „guten Oberhirten“ fürs Land an. Warum das überhaupt ein Thema war? Weil das Erzbistum Vaduz 1997 nur für Wolfgang Haas gegründet wurde. Als der Papst Haas‘ Rücktrittsgesuch annahm, wurde der Feldkircher Bischof Benno Elbs zum Übergangs-Admin ernannt.
Money-Debatte
Jedes Jahr legt das Land Liechtenstein fette Millionen in die Krankenpflegeversicherung (OKP). Und jedes Jahr wird im Landtag gedealt wie auf einem Flohmarkt. Im Mai 2023 entschied der Landtag, im Jahr 2024 zwei Millionen mehr in die OKP zu pumpen. Trotzdem gab es im Oktober 2023 einen Preisschock mit einem Anstieg der Krankenkassenprämien um 6,7 Prozent.
Wort-Battle
Nach einem energiegeladenen Vorjahr war dieses Jahr ein wilder Mix. Die meisten Wortvorschläge kamen aus den Bereichen Casino, Verbotskultur, Erzbistum, Mühle Vaduz, Radio, Volksblatt, Krankenkasse, Kriege und Krisen. In der Juryrunde wurden 20 Wörter gepickt und begründet. Der Schlagabtausch war fire. Die Jury 2023 bestand aus Cécile Bachmann, Doris Büchel, Carmen Dahl, Magdalena Hilbe, Günther Meier und Jurypräsident Daniel Quaderer.
Jahres-Highlights
Wort des Jahres: Volksblatt-Aus
Satz des Jahres: Das Erzbistum bleibt.
Zahl des Jahres: 5
Wort des Jahres international
Wort des Jahres in der Schweiz: Monsterbank
Wort des Jahres in Österreich: Kanzlermenu
Wort des Jahres in Deutschland: Krisenmodus
Wort des Jahres in Liechtenstein: Volksblatt-Aus
