Das „Experiment“ der Direktwahl
Der Dude aus der Schweiz, Andreas Glaser, der voll in der Staats-, Verwaltungs- und Europarecht-Materie drinsteckt, hat mal was Interessantes im „Vaterland“ gedroppt. Er hat diesen krassen Vorschlag der DpL zur Direktwahl der Regierung ausgeklügelt und bezeichnet das Ganze als „Experiment“.
Die Chancen und Risiken
Im Talk hat Glaser zwar voll den Support für die Initiative gezeigt, aber gleichzeitig eingeräumt, dass die Consequences der möglichen Systemveränderung echt ungewiss sind. „Ja, es ist ein Experiment. Die Frage wird sein, ob sich die Liechtensteiner auf dieses Experiment einlassen wollen – vor dem Hintergrund der Erfahrungen, die sie mit dem bisherigen System gemacht haben“, so Glaser.
Liechtensteiner und ihre Meinung
Genau das scheint auch die Frage zu sein, die sich viele Voters hier stellen. Das zeigt jedenfalls die Abstimmungsumfrage des Liechtenstein-Instituts.
Die Kritiker und ihre Bedenken
Die Hater der Initiative haben vor allem Bedenken wegen der „Experiment/Unsicherheit“-Geschichte und wollen kein Risiko eingehen. Sie haben Bammel, dass die Stabilität des politischen Systems auf der Kippe steht. Auch die Erfahrung mit dem alten System spielt eine Rolle: Es hat sich bewährt und sie sind zufrieden mit dem Status quo. Einige befürchten auch eine „Amerikanisierung der Wahlkämpfe“ und andere kritisieren, dass die vorgeschlagene Variante nicht ausgereift oder sogar eine Mogelpackung ist.
Die Befürworter und ihre Motive
Die Fans der Initiative haben allerdings Bock, die Volksrechte zu stärken. Ein gutes Drittel der Ja-Sager haben genau das als Motivation angegeben. Auch die Kritik an den Parteien war ein Thema: Viele hoffen, die generelle Parteienmacht und politische Vetternwirtschaft einschränken zu können.
