EWR-Start wird zum Erfolgsding

1 Min Read
Dieser Kleber zu der Abstimmung 1995 wirbt für einen Beitritt in den EWR als Plus zur Partnerschaft mit der Schweiz. (Bild: ARNO BALZARINI)

Throwback: EWR-Drama in Liechtenstein

Vor dreißig Jahren ging Liechtenstein all-in und trat dem EWR bei – trotz Major-Unsicherheit und heftigem Backlash. Die Frage: «Kann Liechtenstein den EWR-Beitritt verkraften?» sorgte für massive Diskussionen. Die Regierung zieht heute Bilanz: «Der EWR habe sich als Erfolgsmodell für Liechtenstein erwiesen.»

Switzerland: Out, Liechtenstein: Bold

Während die Schweiz nach Diskussionen mit 78,8 Prozent Nein sagte und politisch erstmal auf Pause drückte, entschied sich Liechtenstein mit 55,8 Prozent fürs EWR-Adventure. Fürst Hans-Adam II. pushte sogar das Abstimmungsdatum nach vorne und drohte mit Absetzung der Regierung, was fast eine Staatskrise ausgelöst hätte. Erst ein Kompromiss stoppte den Clash.

EWR 2.0: Final Vote

Nach dem Nein der Schweiz musste Liechtenstein 1995 nochmal ran. «So konnten auch Zweifler eher ein Ja in die Urne legen, da sie wussten, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut entscheiden können», erklärte Hans Brunhart. Mit 55,9 Prozent gab’s ein Double-Yes zum EWR – trotz Hater-Vibes wegen Überfremdung und Brüssel-Angst. Thirty years later: EWR läuft stabil.

Zum Originalartikel

Leave a comment