EU-Wahlen: Rechts krass am Start

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Die europäischen Christdemokraten konnten etwas zugewinnen und bleiben stärkste Kraft. Doch die Rechte ist deutlich erstarkt. (Bild: Keystone)

EU-Wahl: Rechtsruck und Überraschungen

Über 360 Millionen Europäer haben am 9. Juni die 720 Abgeordneten des EU-Parlaments gewählt. Die Resultate zeigen einen klaren Rechtsruck: Fast ein Viertel der Stimmen gingen an rechte Parteien.

Frankreich: Le Pen rockt die Wahl

Marine Le Pen’s Rassemblement National hat in Frankreich mit 31,5% ein historisches Ergebnis erzielt und damit mehr als das Doppelte der Partei von Präsident Macron erreicht. Macron hat daraufhin am Sonntagabend die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen angekündigt.

Deutschland und Österreich: AfD und FPÖ im Aufwind

In Deutschland erreichte die AfD 16,5% und landet auf Platz zwei. In Österreich erzielte die FPÖ ein starkes Ergebnis von 27%.

Volkspartei und Sozialdemokraten: Mehrheit bleibt stabil

Die Europäische Volkspartei (EV) gewinnt laut Prognosen mit über 180 Mandaten. Auch die Sozialdemokraten bleiben zweitstärkste Kraft, obwohl sie einige Sitze verlieren. Zusammen mit den Liberalen, die auf 82 Sitze abrutschen, behalten die Zentrumsparteien eine stabile Mehrheit.

Grüne: Harte Verluste

Die Grünen, bei der letzten Wahl noch die großen Gewinner, büßen diesmal ein und kommen nur noch auf 53 Sitze, statt der bisherigen 71.

Fazit: Schwierige Verhandlungen ahead

Die Bestätigung von Ursula von der Leyen als Kommissionspräsidentin könnte nun schwierigere Verhandlungen erfordern.

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