Rekordzahl an Schwarzfahrern in der Schweiz
2024 wurde ein neuer Highscore bei den Schwarzfahrern im Schweizer ÖV erreicht. Über eine Million Fälle landeten auf dem Radar von Alliance Swiss Pass. Auch die Bus-Ostschweiz-Gruppe (BOS) spürte den Trend, denn laut Marktleiter Rudolf Burger gab es rund 3600 Fälle. Mehr Kontrollstunden und steigende ÖV-Nutzung pushen die Zahlen. Burger bestätigt: „Mehr und effizientere Kontrollen führen zu mehr registrierten Fällen.“
Finanzielle Verluste und Konsequenzen
Konkrete Zahlen zum Cash-Schaden bleiben vage, aber die Alliance Swiss Pass schätzt den Verlust durch Schwarzfahrer auf etwa 200 Millionen Franken jährlich, bei einem Gesamtumsatz von 6,7 Milliarden. Seit 2019 landen erwischte Schwarzfahrer im nationalen Register. Nach drei Mal droht eine Anzeige, aber nach zwei cleanen Jahren wird der Eintrag gelöscht.
Liechtenstein und Österreich im Fokus
Bei Liemobil bleibt die Schwarzfahrquote konstant bei rund 1 Prozent. 2023 wurden 760 von 79.000 kontrollierten Fahrgästen erwischt. Sigvard Wohlwend von Liemobil fragt sich: „Warum Schwarzfahren, wenn ein Jahresabo kaum mehr kostet als eine Busse?“ Trotz günstiger Abos gibt es hartnäckige Wiederholungstäter, die mit Hausverboten und Inkasso konfrontiert werden. Wohlwend warnt: „Für die Betroffenen bedeutet dies, dass die Sache dann richtig teuer wird.“
