«Es brodelt in der Gerüchteküche» holt den Win

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(Bild: Satire-Projekt «Kultur in der Tiefgarage» von Sebastian Frommelt in Schaan. 25.10.2025.

Kontext und Plan

In einer Tiefgarage zeigte das Depot abgelehnter Kulturförderanträge ein Voting-Experiment. Depotleiter Sebastian Frommelt sagte: «Die Personen, die in den Gremien einsitzen, welche öffentliche Fördergelder an Kunst und Kultur vergeben, haben keine einfache Aufgabe. Sie müssen Förderanträge prüfen – und diese erst einmal überhaupt verstehen – und dann eben entscheiden, ob ein Projekt mit Geld unterstützt werden soll». Ziel sei Entlastung der Gremien: «Um diese Gremien zu entlasten, haben wir vom Depot für abgelehnte Kulturförderanträge entschieden, die Politik davon zu überzeugen, dass in diesem Fall jeweils ein demokratischer Volksentscheid die beste Lösung wäre». Das Kollektiv Tiefgarage mit Frommelt, Juliana Beck und Fabian Reuteler verantwortete das Set-up.

Ablauf und Outcome

Zehn abgelehnte Anträge wurden als Pop-up-Simulationen auf Parkplätzen inszeniert; ein Walkthrough lieferte Infos unter Datenschutzregeln. Im Line-up standen «Also jodelte Zarathustra», «Grossmutter – warum?», «Es brodelt in der Gerüchteküche» und «Fast work, slow food. Vom Heuwender zum Treuhänder». «Facility Management» führte; per Stimmenzählen, ohne Pukelsheim, verschob sich das Bild. Ein Schaaner Mathematikprofessor assistierte beim Auszählen. In der Finalrunde erhielt «Es brodelt in der Gerüchteküche» die breiteste Zustimmung; das Kollektiv reicht einen Wiedererwägungsantrag ein.

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