Erst privat, dann beim ÖRR, wieder zurück zu privat – und jetzt das Ende!

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Das Moderatorenteam von Radio L im Jahr 1995 gemeinsam im Studio. (Bild: Foto: Brigitt Risch/Quelle: Landesarchiv)

Radio L: Ein Abschied mit Knalleffekt

Radio Liechtenstein hat nach 30 Jahren seinen letzten Takt gespielt. Die Stecker wurden nach einem Volksentscheid im Oktober 2024 gezogen. Versuche, das Radio unter privater Fuchtel weiterzuführen, floppten. Die Parteien schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu: „Zu wenig Zeit“, sagt die Regierung, während die DpL kontert: „Zu spät reagiert“.

Ein Auf und Ab der Geschichte

Schon 1924 träumte man von einem liechtensteinischen Sender, doch erst 1995 ging Radio L live. Trotz finanzieller Turbulenzen und technischen Hürden war der Sender mit einem Budget von 1,5 Mio. Franken am Start. Hauptsponsor war Peter Ritter, der über die Jahre satte 12 Millionen Franken reinpumpte, bevor er 2003 die Reißleine zog.

Finanzielle Achterbahnfahrt

Die Regierung machte Radio L 2004 zum Staatsradio, mit jährlich schrumpfenden Staatsbeiträgen. Dennoch blieb die finanzielle Lage kritisch, und der Sender schrammte immer wieder knapp am Konkurs vorbei. Trotz Corona-Notgeldern und einem Staatsbeitrag, der 2022 auf 2,7 Mio. Franken anstieg, blieb das Radio ein Sanierungsfall.

Drama hinter den Kulissen

Das Drama hinter den Kulissen war filmreif: Von aus dem Fenster fliehenden Chefs bis zu Mobbingvorwürfen und Gerichtsprozessen war alles dabei. Führungswechsel und Entlassungen prägten die letzten Jahre, bis die DpL ihre Privatisierungsinitiative durchboxte und der Stecker endgültig gezogen wurde.

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