Ernst Walch und seine Harfe
Ernst Walch, 68, chillt zu Hause mit seiner fancy Harfe von „Lyon und Healy“, Baujahr 1906. Zieht er „Oh du lieber Augustin“ ab, klingt das ganze Haus wie ein Glockenspiel. Seine Harfenliebe startete 1982 dank seiner Tiroler Grosstante, die ihm im Testament ihre Harfe vermachte – mit der Bedingung, dass er sie auch spielt. Walch brachte die Musikschule Liechtenstein dazu, Harfenunterricht anzubieten und wurde als „Harfen-Papa“ bekannt.
WalHaTa und Familientradition
Seit 1994 hostet er jährlich den „WalHaTa“, wo Harfenfreunde aus aller Welt zusammenkommen. Vor vier Wochen feierte der Event sein 30-Jahr-Jubiläum. Walch fühlt sich seiner Grosstante verpflichtet: „Die Familientradition lebt, liebe Grosstante.“
Karriere und New York Vibes
Nach seinem Doktoratsabschluss in Innsbruck ging es für Walch nach New York zum Nachdiplomstudium. Dort lernte er, offen zu sein und dass es keine dummen Fragen gibt. Seine Studienzeit in NYC und sein Job als Vertreter der FBP im EDU waren der Startschuss für seine politische Karriere. Er war Landtagsabgeordneter, Landtagspräsident, Parteipräsident und Außenminister.
Politische und persönliche Herausforderungen
Seine politische Karriere war turbulent, besonders wegen der Verfassungsdiskussion in den 90ern und der Absetzung des damaligen Regierungschefs Markus Büchel. Nun will er als Regierungschef zurückkehren. Seine Lebenspartnerin Corina Hermann-Walch, die vor einem halben Jahr an Krebs starb, fehlt ihm sehr.
Zukunft und unerfüllte Wünsche
Walch startet seinen Tag mit „Fünf Tibetern“ und Liegestützen – „mindestens 100 plus 1“. Er wünscht sich noch eine Reise in die Antarktis und einen Flug in den Weltraum. Seine Harfe, die 2017 bei einem Blitzeinschlag zerstört wurde, bleibt ein unerfüllter Wunsch. Walch fühlt sich jedoch gewappnet – für vieles.
