Cyberhit in der Nacht
In der Nacht auf den 30. Juli hat eine unbekannte Täterschaft das Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen (VwbP) gehackt und sensible Personendaten abgegriffen. Laut Regierung zeigen erste Forensik-Checks, dass es ein gezielter Angriff auf das VwbP beim Amt für Justiz war.
Systeme offline, aber nur „Vorsichtsmassnahme“
Weitere Systeme seien laut Regierung nicht betroffen:
„Weitere Angriffe auf andere Systeme konnten nicht festgestellt werden. Dennoch hat die Regierung veranlasst, aus Sicherheitsgründen und zur sorgfältigen Prüfung allfälliger Sicherheitslücken weitere Systeme als Vorsichtsmassnahme vorübergehend vom Netz zu nehmen“.
Am 31. Juli wurden das eMWST-Portal und die Plattform Lides abgeschaltet, am 3. August folgten Zentrales Kontenregister und Steuerfachsystem Intax.
„Es handelt sich um reine Vorsichtsmassnahmen. Es gibt keine Indikation, dass in diesen Systemen ein rechtswidriger Zugriff stattgefunden hat“.
Investigation Mode und Infohub
Amt für Informatik, externe IT-Partner und Strafverfolgung laufen im Full-Investigation-Mode. Am Dienstag, 4. August, um 14 Uhr, droppen an einer Medienkonferenz die neuesten Updates. Auf www.regierung.li ist zusätzlich eine Fokusseite mit allen Infos online.
