Erbprinz bleibt weiter strikt gegen Fristenloesung

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(Bild: Erbprinz Alois sieht den Schutz des Lebens im Rahmen einer Fristenregelung nicht gewährleistet.)

Fresh Initiative-Drop

In Liechtenstein ist die Volksinitiative «Fristenlösung für Liechtenstein» offiziell am Start. Freie Liste, Junge Liste und diverse Frauenrechts-Organisationen pushen ein Update des Strafgesetzbuchs nach Schweizer Style: Schwangerschaftsabbruch soll in den ersten zwölf Wochen straffrei sein, wenn vorher ein ärztliches Beratungsgespräch gelaufen ist. Zusätzlich soll das Werbe- und Informationsverbot für Ärztinnen und Ärzte fallen und die Grundversicherung die Kosten für solche legalen Abbrüche übernehmen.

Fürstenhaus-Statement

Erbprinz Alois verweist auf die Strafrechtsreform von 2015, durch die sich die Lage für Betroffene «entscheidend verbessert» habe, weil Abbrüche im Ausland für Schwangere straffrei bleiben. Zur Forderung nach Straffreiheit im Inland stellt das Fürstenhaus klar, der Schutz des ungeborenen Lebens sei «nicht nur für das Fürstenhaus, sondern auch für viele Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner» ein zentraler Wert. «An dieser grundsätzlichen Haltung hat sich nichts geändert».

Politischer Game Mode

Eine ähnliche Initiative scheiterte 2011 knapp, damals hatte der Erbprinz ein Veto in Aussicht gestellt. Jetzt bleibt er offen und will den Entscheid «zu gegebener Zeit treffen» – Raum für eine sachliche Debatte über Grund- und Menschenrechte inklusive.

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