Eltern müssen grünes Licht für Tiktok-Account der Sprösslinge geben

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Okay, checkt das mal aus: Unsere kleinen Geschwister und Freunde, die ständig auf TikTok, Snapchat und Insta rumhängen, sind eigentlich gar nicht alt genug dafür. Und das ist kein Witz. Laut den neuesten Infos von der Datenschutzstelle in Liechtenstein dürfen Jugendliche erst ab 16 Jahren selbstständig ein Social Media Konto eröffnen. Wer jünger ist, braucht das Okay von den Eltern. Und wenn das nicht eingehalten wird, könnte es für die Social-Media-Plattformen richtig teuer werden.

Social Media: Nur für 16+

Die Datenschutzstelle hat klargestellt, dass Jugendliche ab 14 Jahren zwar ein paar Verträge selbst abschliessen können, aber für Social Media gilt eine Altersgrenze von 16 Jahren. Kids unter 13 dürfen laut den Nutzungsbedingungen überhaupt kein Konto eröffnen. Snapchat beispielsweise sagt in seinen Nutzungsbedingungen: «Unsere Services richten sich nicht an Kinder unter 13 Jahren und du musst bestätigen, dass du 13 Jahre oder älter bist…».

Was das für die Plattformen bedeutet

Für Plattformen wie Snapchat und Instagram bedeutet das, dass sie sicherstellen müssen, dass die Eltern tatsächlich das grüne Licht für die Nutzung gegeben haben. Wenn sie das nicht tun und ein Verstoss festgestellt wird, könnten Strafen von bis zu 10 Millionen Euro oder im Fall eines Unternehmens bis zu zwei Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vergangenen Geschäftsjahres drohen. Im Fall von Facebook wären das unglaubliche 2,8 Milliarden Euro Strafe.

Die Realität sieht anders aus

In der Praxis ist es allerdings schwierig, das Alter zu überprüfen. Bei den meisten Apps reicht es, wenn die jungen Nutzer einfach ein Häkchen beim Geburtsdatum setzen. Deshalb appelliert die Datenschutzstelle an die Eltern, ihre Kinder für den Umgang mit ihren Daten zu sensibilisieren.

Und in Frankreich?

In Frankreich wird aktuell sogar über eine noch härtere Altersgrenze diskutiert. Dort sollen Kinder sich komplett nicht anmelden können, egal ob mit oder ohne Zustimmung der Eltern. Der Zugriff auf «massenvermarkteten, gewinnorentierten» Medien wie Instagram und Tiktok soll erst ab 18 Jahren möglich sein.

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