Ein Trip in den heftig-schönen Horror

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(Bild: Gespenstisch

Spooky Setting

Im TAK wird das Theater zum Dark-Mode: antike Stehlampe, Rabenfigur, Totenkopf – full Gothic Vibes. Um 19.30 Uhr startet die «Schwarze Romantik»-Night mit Katharina Thalbach und Kleists «Das Bettelweib von Locarno»: eine Bettlerin stirbt im Schloss, spukt akustisch herum und schickt den Schlossherrn in den Abgrund.

Voice Acting auf Horror-Level

Thalbach switcht ihre Stimme von Sensenmann-tief zu flüsternd-säuselnd und synced damit perfekt mit den düsteren Sounds von Michael Sele («The Beauty of Gemina») und Cellistin Stefania Verità. Ansage: ein Abend in einer Welt des «kunstvoll-schönen Grauens».

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Mit Bram Stokers «Draculas Gast» geht’s via München in Schneesturm, Grabkammer und Wolf-Attacke, musikalisch gematcht von «Crossroads». Dann Poe mit «Das schwatzende Herz» und dem Breakdown-Moment: «Ich bekenne die Tat! Reisst die Dielen auf! Es ist das Schlagen dieses fürchterlichen Herzens.»

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Heines «Harzreise» droppt die Line «Meine Zähne klapperten wie Kastagnetten», Jacobs’ «Affenpfote» warnt: «Sei vorsichtig, was du dir wünschst – du könntest es bekommen.» Dazu Hoffmanns «Fort mit dir, Sandmann! du sollst meine Augen nicht stehlen!» und Heines: «Das arme Licht war meine Seele».

Finale

Zum Schluss «Das Theatergespenst» von Tucholsky, danach «Dark Rain» als Endtrack – melancholischer Sound, dunkle Vocals, brummendes Cello und eine komplett durchinszenierte Reise in die unheimlich-gespenstische Welt des Fantastischen.

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