Ende einer Ära: Radio Liechtenstein schließt
Der 3. April markiert das Ende von Radio Liechtenstein, und selbst der Radiohund Lulu spürt die Vibes. Manuela Sprenger, langjährige Admin-Mitarbeiterin, ist perplex: „Ich verstehe es nicht. Wie konnte das zugelassen werden?“ Im Minutentakt flattern E-Mails von Hörern rein, die ihre Schockgefühle und Erinnerungen teilen. Die Moderatoren lesen die Nachrichten live vor: „Erst wenn etwas wegfällt, wird den Leuten bewusst, dass etwas fehlt“, schrieb ein Hörer.
Emotionen im Studio: Schoki, Blumen und Galgenhumor
Im Studio stapeln sich Schokolade und Blumen von treuen Fans. Die Crew ist gerührt und ein bisschen sprachlos: „Damit haben wir nicht gerechnet.“ Doch die Enttäuschung über die fehlende politische Unterstützung bleibt: „Jetzt, wo wir ein super Team sind, wird der Betrieb an die Wand gefahren“, so Julia Hoch. Für sie und viele andere geht ein Stück Heimat verloren.
Ungewisse Zukunft: Neue Türen öffnen sich
Eine Mutter mit Kids bringt Blumen ins Studio, Dominique Sohm zeigt sich dankbar, aber unsicher: „Es ist eine große Hilflosigkeit und Ungewissheit.“ Yves Müller hat bereits eine neue Tür, jedoch nicht im Radio. „Ich liebe nicht nur das Radio, sondern auch das Land und die Menschen.“
Letzter Vorhang: Purple Rain zum Abschied
Petra Matt, die Stimme des ersten Radio-L-Tags, verabschiedet sich mit Anekdoten und einem Lächeln. Kurz vor 18 Uhr moderieren Yves Müller und Dominique Sohm den letzten Song an: „Und wir warten aufs Ende …“ Mit „Purple Rain“ von Prince erlischt das On-Air-Zeichen für immer.
