Beethoven-Opening
Im Hagenhaus-Saal launchte Rafal Blechacz Beethovens «Sonata quasi una fantasia» aka Mondscheinsonate mit smoothen Triolen, abtauchender Bassline und cleanem Touch. Das Allegretto zeigte sich deutlich fröhlicher und blieb trotz Virtuosity der Purheit des Adagios treu; im Presto agitato endete das Set in einem Finale voller Intensität.
Schubert-Set
Schuberts «Vier Impromptus» starteten mit einer eingängigen Tonfolge; das c-Moll entwickelte sich variantenreich. Rasende Läufe in Es-Dur wirkten libellenleicht mit kernigem Biss, das Andante in Ges-Dur blieb sehnsuchtsvoll und vorwärtstreibend, das vierte Impromptu in As-Dur schloss flink und sanftmütig.
Chopin-Focus
Teil zwei stand im Zeichen von Chopin. Eine Barcarolle eröffnete eine tänzerische Traumsequenz mit glockenartigen Klängen; eine Ballade entfaltete sich variationsreich und löste zahlreiche Bravo- und Jubelrufe aus. Drei Mazurken folgten: kurz und zuversichtlich, elegant mit volksliedhafter Würze, sowie farbenreich und energetisch mit bittersüsser Note.
Finale und Encores
Ein Scherzo changierte zwischen furiosen Oktavpassagen, brillant tröpfelnden Nuancen, atemanhaltender Ruhe und eindringlicher Präsenz und führte zu nicht enden wollendem Applaus samt Standing Ovations. Blechacz legte zwei Zugaben nach; der Abend klang bei Getränken aus, inklusive Erinnerungsfotos.
