Ein harter Deckel zerlegt unseren Wohlstand

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Vote 14. Juni – Cap oder Chaos?

In der Schweiz steht die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» auf dem Abstimmungsprogramm. Sie will die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 auf maximal 10 Millionen deckeln; ab 9,5 Millionen müssten harte Eingriffe bei Asyl und Familiennachzug greifen. Gegner branden das Projekt als «Chaos-Initiative».

Business-Front im Nein-Modus

Unter dem Dach der Allianz «nein-chaos.ch» droppen economiesuisse, mehrere Handels- und Gewerbekammern sowie Parteien die offizielle Nein-Parole. Begründung: «Sie löst keine einzige Herausforderung, schafft aber zahlreiche neue Probleme». Befürchtet werden längere Wartezeiten, höhere Preise, mehr Bürokratie und Stress zwischen Branchen. Schengen/Dublin und der bilaterale Weg würden laut Allianz gefrontet, Polizei und Asylsystem geschwächt.

Ostschweiz geht own way

Die IHK St. Gallen-Appenzell fährt eine eigene Anti-Campaign. Direktor Markus Bänziger: «Die IHK St. Gallen-Appenzell lehnt die Chaos-Initiative klar ab. Sie würde den Wirtschaftsstandort Schweiz und insbesondere die exportorientierte Ostschweiz empfindlich schwächen.» Ein «starrer Bevölkerungsdeckel» verschärfe den Fachkräftemangel, bremse Wachstum und gefährde Wohlstand. Statt Cap fordern Wirtschaftsvertreter mehr Infrastruktur, Wohnungsmarkt-Reformen und bessere Nutzung des inländischen Potenzials.

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