Ein dichterischer Trip durch Natur, Mensch und Wandel

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Filmemacher Beat Oswald (links) und sein Kameramann Samuel Weniger gingen während vier Jahren im Taminatal ein und aus. (Bild: zvg)

Wolves und Wanderlust

Mit „Tamina – Wann war es immer so?“ droppt Beat Oswald seinen zweiten Doku-Film, der mehr als nur ein Nature-Trip ist. Der Streifen läuft am 6. Februar in den Deutschschweizer Kinos an. Im Fokus: das mystische Taminatal, bekannt für das Calanda-Wolfsrudel, das nicht nur die Wälder, sondern auch die Politik aufmischt. Doch die Suche nach dem Wolf wird zum Symbol für Größeres: Mensch vs. Natur, Change vs. Stability, und all die Feelings dazwischen. Oswald hat mit seinem Kameramann Samuel Weniger von 2019 bis 2023 das Tal erkundet. „Noch heute habe ich zum Wolf eine ähnliche Beziehung wie zu einem Löwen“, reflektiert Oswald.

Gedanken statt Plot

Der Film startet mit einem Städter im Wald auf der Jagd nach dem Wolf. Doch statt einer klaren Story gibt’s eine „Gedankenlandschaft“. Oswald, inspiriert von Werken wie „Moby Dick“, erklärt: „Plot-Filme interessieren mich eigentlich nicht besonders.“ So mäandert die Doku zwischen Nature Shots und tiefen Fragen.

Alle Shades of Grey

Für Oswald ist der Wolf eine Projektionsfläche für menschliche Realitäten. „Es gibt alle Graustufen“, so Oswald, der keine Message pushen will. Stattdessen verwebt er Gedanken und Reaktionen der Talbewohner in seine Erzählung, ohne sie in ein bestimmtes Licht zu rücken. Trotz Challenges zeigt sich die Neugierde als gemeinsamer Nenner. Das Resultat: Ein Film, der zwischen Schönheit und Unsicherheit balanciert.

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