Ehrengeschenk Murmeltier geht an Silvia Ruppen

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(Bild: Das «Murmeltier 2026» wurde als Ehrengabe an die Buchgestalterin Silvia Ruppen verliehen.)

Lit-Event im Weekend-Mode

Beim 32. Literatursalon im Rahmen des «biblioweekend» droppte die Landesbibliothek ein volles Programm: Von Trauer-Roman bis Fantasy-Kids-Story war alles im Line-up. Daniel Quaderer freute sich, dass der Salon Teil der schweizweit laufenden Library-Actions ist, Initiant Armin Oehri präsentierte das Autor*innen-Trio.

Vom Landtag zur Lit-Queen

Doris Beck switchte von Unternehmertum und Landtag ins Writing-Game, ausgelöst durch den Tod ihres Lebenspartners. Aus dieser Phase kam «Gespräche mit Dir», jetzt steht ihr Roman «Leben finden» im Fokus. Die Story zeigt laut Beck, «wie das Leben spielt, was das Leben für uns bereithält und auf welche Art und Weise wir ihm letztlich begegnen». Zentrale Szene: Geburt von Lena exakt am Todestag von Lolas Mutter.

Kids, Dialoge und Fantasy-Vibes

Ex-Lehrerin Maya Hofer setzt mit «Zappel und Schlafi» auf Dialogstories, weil Kinder «im Dialog lesen» wollen. Themen reichen von WG-Murmeltieren bis Unterwelt-Trip mit Kröte Klothilde, die sich in «einen anmutigen jungen Frosch» verwandelt.

Dialekt-Legende und Deep-Philosophy

Mit «I los dr d Ooora sto» wird Mundartdichter Felix Marxer gefeiert: «Seine Geschichten erzählen nicht allein von früher. Von einem wahren Kern ausgehend bestechen sie vor allem durch ihre Fantasie und sprachliche Kunstfertigkeit.»

Newcomer Fabian Nägele liefert mit «Lavadura» düstere Metaphern: «Dieser reine Rhein ist eben nicht nur rein, sondern führt den Hein mit sich. (…) Denn ein jeder Mensch wird irgendwann davongetragen in den Nimmerwiedersee, als wäre er nie dagewesen und hätte nie auch nur einen einzigen sorgenvollen Gedanken gedacht.»

Award-Highlight des Abends

Die «IG Wort – Autorenverband Liechtenstein» vergab das «Murmeltier» an die mehrfach ausgezeichnete Buchmacherin Silvia Ruppen. Oehri betonte: Die grafische Gestaltung eines Buches sei «mehr als eine Dekoration. Sie beeinflusse massgeblich, wie ein Buch wahrgenommen, verstanden und erlebt werde».

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