Echtzeit Soundtrack für dein Natur-Experience

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Werner Hasler, ein Klangkünstler aus L-Town, hat in den letzten zwei Jahren zusammen mit dem Cellisten Carlo Niederhauser spezielle Gigs in der Schweizer Natur gegeben. Mit batteriebetriebenen Verstärkern hat er eine Art „Sound-Bubble“ geschaffen, in der die Musik passiert. Jede Performance basiert auf einer bestimmten Stimmung, die sie im Kopf haben und sie jammen dann auf die vorhandenen Geräusche der Umgebung. Carlo rockt das Cello, während Werner seine Trompetenskills auf die elektronischen Instrumente überträgt.

Chillige Orte, fette Sounds

Die beiden haben ihre „Out Sessions“ an einigen echt dope Locations durchgezogen. Von einer Schneefahrt in den Voralpen (die sie im Kino Rex in Bern live vertont haben), über eine Session am Strand des Thunersees während des Sonnenuntergangs, bis hin zu einer auf der Dachterrasse eines Hochhauses in Bern mit mega Ausblick. Egal ob quietschende Züge, die vorbeifahren, oder ein überraschender Regenbogen, sie lassen alles in ihre Musik einfließen. „Es passieren Dinge, die man nicht planen kann“, sagt Hasler.

Die Mucke malt Bilder im Kopf

Manchmal werden die Aufnahmen nicht direkt vor Ort gemacht, sondern die Situationen später im Studio vertont. „Das, was draussen passiert, gibt uns musikalische Impulse“, so Hasler. Die spezielle Umgebung beeinflusst nicht nur die Musiker, sondern auch die Zuhörer. Am Ende der Sessions sagen die Leute oft, dass sie durch die Musik die Umgebung intensiver erleben.

Plattentaufe im Dunkeln

Die Plattentaufe findet im Dunkeln in einer Yoga- und Kampfsportschule in Bern statt. Die Zuhörer chillen auf japanischen Matten und lassen die Musik auf sich wirken. Die sechs ausgewählten Sessions sind bereits als Digital-EPs erschienen. Am 3. und 4. Mai werden nun die Vinylplatten präsentiert. Zu jeder Session gibt es ein Gedicht, das vom Ort und der Art der Musik inspiriert ist.

Werner Hasler (*1969) ist ein Jazztrompeter und Klangkünstler aus Liechtenstein. Er hat an der Swiss Jazz School in Bern studiert und mit vielen verschiedenen Musikern zusammengearbeitet.

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