Rehkitzrettung 2.0: Drohnen im Einsatz
Die Rehkitzrettung Liechtenstein hat diesen Sommer 457 Hektar Wiesen in acht Gemeinden abgeflogen und dabei 33 Rehkitze vor dem sicheren Mähtod bewahrt. Das sind weniger als letztes Jahr, wo 54 Kitze auf 705 Hektar gerettet wurden. Grund: das kalte, regnerische Wetter im Mai und Juni, so Präsident Dithmar Meier.
Weather Woes
Von Ende April bis Anfang Juli suchen die Drohnenpiloten normalerweise die Wiesen mit Wärmebildkameras ab, um Kitze vor Mähmaschinen zu retten. Diesmal war es tricky: Ein warmer April sorgte für frühes Mähen, aber dann kamen Regen und Kälte. Landwirte hatten es schwer, den perfekten Mahdzeitpunkt zu finden. Einige Wiesen blieben ungemäht, trotz Drohneneinsatz.
Reh vs. Wetter
Wegen des schlechten Wetters verschob sich die Mähsaison. Viele Kitze waren schon mobil oder wurden im Wald geboren, statt in den nassen Wiesen. Das ist selten, aber möglich, da Rehe die Geburt bei schlechtem Wetter verzögern können.
Balzers und Eschen on Top
Die meisten Hektare wurden in Balzers (223 ha) und Eschen (106 ha) abgeflogen. Die Zusammenarbeit mit Landwirten ist gut, aber noch ausbaufähig. Der Verein arbeitet daran, alle Flächen in Liechtenstein abzudecken.
Next Gen Drohnen-Piloten
Seit drei Jahren gibt es den Verein. Letztes Jahr waren fünf Piloten am Limit, jetzt sind es neun, bald elf. Das Interesse bei jungen Piloten ist groß, auch bei Nicht-Jägern. „Mit elf Piloten sind wir sehr gut aufgestellt“, so Meier.
