Drogen, Messer und das Hakenkreuz

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(Bild: Noch einen Monat muss der Angeklagte im Gefängnis in Vaduz ausharren

Job-Crash und Absturz

Ein 55-jähriger Schweizer verliert nach rund 20 Jahren wegen Corona den Job und rutscht in die Drogenszene ab. Er dealt Kokain mit fast 85 Prozent Reinheit, konsumiert selber und verkauft rund 26 Gramm weiter. Nach einer Drogenfahrt wird er festgenommen, die Polizei hatte ihn schon länger im Visier.

Hausdurchsuchung und Waffen-Drama

Bei Razzien in Wohnung und Antiquitätenladen tauchen über 50 Pistolen-Patronen und elf verbotene Dolche mit symmetrischer Klinge auf. Zudem stossen die Ermittler auf NS-Objekte, was den Vorwurf der Diskriminierung triggert. Der Mann sagt: «Zweifelsohne habe ich eine Strafe verdient.» Und weiter: «Jede einzelne würde ich ertragen, wenn ich danach ein neues Leben in Freiheit beginnen könnte.»

History-Nerd oder Nazi-Propaganda?

Der Angeklagte betont historisches Interesse, verweist auf sein Geschichtsbuch, den Orden «Flamme des Friedens» und Lehrpersonen, die Material ausleihen. Das Gericht sieht trotzdem Verherrlichung der NS-Zeit mit Verweis auf Chatnachrichten, Autogramm-Wunsch von Björn Höcke und Kuchenfoto mit Hakenkreuz.

Urteil und Cliffhanger

Verurteilung wegen Drogenhandel, Geldwäscherei, Waffendelikten und Diskriminierung: 21 Monate Freiheitsstrafe, 14 davon bedingt, sieben unbedingt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig; über rund 140 heikle Objekte aus seinem 1500-Teile-Stock entscheidet ein Gericht erst noch.

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