DpL wollen einen landesweiten Handy-Ban an Schulen

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(Bild: Die DpL-Abgeordneten Marion Kindle-Kühnis und Thomas Rehak übergaben das Postulat an Landtagssekretär Josef Hilti (Mitte).)

Postulat und Scope

Die Demokraten pro Liechtenstein (DpL) haben am Dienstag ein Postulat eingereicht: Gefordert wird ein Konzept für einen Smartphone-Ban an allen Schulen bis und mit 9. Schulstufe – als Einheits-Policy für das Land.

Ziele und Regeln

Zielsetzung: gesundheitliche Risiken reduzieren und schulische Performance verbessern. Geplant ist zudem ein Reglement für den Classroom-Use digitaler Medien: nicht benötigte Channels wie Social Media sollen geblockt werden, mit Focus auf Lehrplan-Ziele. Die IT soll nur altersadäquate, datenschutzkonforme Inhalte freigeben.

Trend und Vergleich

Begründet wird der Move mit einem europaweiten Trend: Finnland, Schweden, Dänemark, Österreich und die Niederlande schränken Handys an Schulen ein. In der Schweiz ziehen Aargau, Wallis, Neuenburg und Nidwalden nach. In Liechtenstein gelten aktuell je Schule unterschiedliche Handyregeln; eine gesamtheitliche Lösung soll den Druck von Schulleitungen und Lehrpersonen nehmen und eine verständliche, durchsetzbare Regelung für alle liefern.

Studienlage

Laut angeführten Studien lenkt schon die blosse Presence eines Smartphones ab und bindet kognitive Ressourcen. Das senkt Attention-Performance und verkürzt die Attention-Span, beeinträchtigt Gedächtnis und Noten. Intensive Nutzung wird mit Sprachstörungen, Empathieverlust sowie vermuteten Links zu mehr Angststörungen und Depressionen bei Jugendlichen verbunden.

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