DpL-Traktandum im Landtag
Die DpL setzt im Landtag ein Zusatztraktandum zu „LIEmobil und sicherer öffentlicher Verkehr“ – wegen «verschiedene bekannte Missstände». Im Fokus: BOS PS Anstalt, mit «abgefahrene Reifen, undichte Bauteile oder provisorische Reparaturen», Workload («stark belastet, Krankheitsausfälle nehmen zu.»), «unrealistisch tiefen Zuschlagspreis» und fehlenden Notfallplänen. Gefordert: «Transparenz, verbindliche Kontrollen und klare Konsequenzen». Der Minister soll «Rede und Antwort steht und das weitere Vorgehen darlegt». Debatte Freitagabend.
Ops-Fails und Statements
Am 30. Juli drohten 50 Fahrten zu kippen; LIEmobil holte via lokale Fuhrunternehmen 45 wieder rein. Sigvard Wohlwend nennt «unterschiedlicher Auslegung der Durchführungsverträge» als Ursache für «überdurchschnittlich hohen Abstimmungsaufwand» und einen «Zielkonflikt» zwischen Qualitätsanspruch und günstigstem Zuschlag. Zu Safety-Vorwürfen heisst es, «sämtliche Fahrzeuge, welche für LIEmobil im Einsatz sind, vom Amt für Strassenverkehr abgenommen sind».
Business-Setup und Forderungen
BOS PS, Joint Venture von BUS Ostschweiz AG (70%) und Philipp Schädler Anstalt (30%), fährt seit Dezember 2021 – defizitär. Begründet werden «nicht absehbaren» Änderungen seit 2020: Pandemie, Ukraine-Krieg und teurere Parts. Der Teuerungsausgleich greife zu wenig. Gefordert sind höhere Fees für Ausbau, inkl. 7,5-Minuten-Takt ab Dezember 2025 und mehr Elektrifizierung. 30.-Juli-Gap: Entschuldigung und eine «sehr unglückliche Verkettung einzelner negativer Einflüsse».
