Doris Quaderer: „Ich würde es bereuen, wenn ich es nicht probiert hätte“

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VR-Präsident Jürg Bachmann präsentierte gestern im Studio von Radio L die neue publizistische Leiterin und Geschäftsführerin des Liechtensteinischen Rundfunks: Doris Quaderer. (Bild: Daniel Schwendener)

Neuer Boss bei Radio L

Doris Quaderer übernimmt ab 1. Januar 2025 den Chefsessel bei Radio L. „Das Risiko ist mir bewusst“, so Quaderer im „Vaterland“. Davor steht aber eine wichtige Abstimmung an: Am 27. Oktober wird über die Privatisierung von Radio L entschieden. Die DpL will den Rundfunk privatisieren, was laut Sender und Regierung das Ende von Radio L bedeutet. Quaderer teilt diese Meinung.

Quaderers Vision

Quaderer kündigte ihren Job bei der Stiftung Zukunft.li, um Radio L zu leiten. Sie will den Sender zu einer relevanten Stimme in der Liechtensteiner Medienlandschaft machen, auch wenn sie dabei scheitern könnte. Sie betont: „Es kann nicht sein, dass wir noch ein weiteres Medienunternehmen sterben lassen.“

Starkes Team und Finanzierung

Quaderer sieht gute Voraussetzungen: Der Verwaltungsrat besteht aus Branchenexperten, die bereits bewiesen haben, dass sie wissen, was zu tun ist. Zudem ist das Team motiviert. Ein weiterer Pluspunkt ist die vierjährige Finanzierung, die Planungssicherheit und Ruhe für kritischen Journalismus bringt. „Das Herzblut für unsere Medienlandschaft, die Kompetenz im Verwaltungsrat, die Motivation im Team und die langfristige Finanzierung – das alles hat mich letztlich bewogen, ebenfalls ‹all in› zu gehen.“

Herausforderungen und Ziele

Falls die Initiative der DpL abgelehnt wird, steht Quaderer vor einer großen Herausforderung. Sie kennt die Branche gut und will einen wertschätzenden Führungsstil etablieren. Gegen aussen will sie als Chefin präsent sein.

Neue Ära

Jürg Bachmann lobt Quaderer als idealen Neuzugang, um Radio L wieder auf Augenhöhe mit anderen Medien zu bringen. Bis Quaderer startet, übernimmt der Verwaltungsrat interimistisch die Leitung.

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