Opposition on Fire
Im Landtag läuft seit dieser Legislatur richtig Political Drama: Die Opposition stellt fast ein Drittel der Abgeordneten – und ballert fleissig Kleine Anfragen. 2025 wurden 204 Stück rausgehauen, obwohl es nur sechs statt acht Sessions gab. Macht im Schnitt 34 Anfragen pro Sitzung; vorher waren es 28, im Rekordjahr 2023 deren 32.
Q&A‑Maschine Landtag
Kleine Anfragen sind das Low‑Level‑Tool im Parlament: maximal fünf Fragen pro Session, die Regierung hat etwa drei Tage Response-Time. Im Backoffice brauchen Ämter zwischen einer und sechs Stunden pro Antwort, im Plenum wird alles trotzdem noch vorgelesen – ziemlich time-consuming.
DpL und Freie Liste im Frage-Hustle
Die DpL droppen 68 Anfragen und führen damit das Ranking. Martin Seger steht mit 22 Anfragen ganz oben; Themen: Geschlechteridentität, «die Sorge vor sexueller Früherziehung», Asyl, mögliche Produktion von Kriegsmaterial bei ThyssenKrupp, Wildtierunfälle. Fraktionssprecher Thomas Rehak kommt auf 14, mit Fokus auf Medienförderung, IT-Auftragsvergabe und der Frage, «wie hoch die Abfindung des Ex-Direktors des Landesmuseums war».
Mainstream-Parteien im Game
Die FBP bringt 59 Anfragen, die VU 57. Rund 80 Prozent der FBP-Anfragen gehen an rote Regierungsmitglieder, von der VU sind es 45 Prozent an die FBP.
Minister:innen unter Beschuss
Hubert Büchel (Inneres, Wirtschaft, Sport) muss mit 56 Anfragen am meisten liefern; Themen wie Asyl, Medien, Energie und Sicherheit sorgen für Traffic. Sabine Monauni erhält 25, Daniel Oehry und Emanuel Schädler je 47, Regierungschefin Brigitte Haas 39.
