Okay Leute, ihr habt bestimmt schon die Pics von den deutschen Farmern gesehen, die mit ihren Traktoren die Autobahnen blockieren und mega Chaos verursachen. Die sind sauer, weil die deutsche Regierung ihre Subventionen für Agrardiesel abzockt.
Keine Drama hier in Liechtenstein und der Schweiz
Aber easy, hier in Liechtenstein und der Schweiz wäre uns fast das Gleiche passiert. Letztes Jahr hat der Schweizer Bundesrat überlegt, ob die Farmer weiterhin die Mineralölsteuer für ihren Sprit zurückbekommen. Aber chillt, sie haben sich entschieden, dass alles beim Alten bleibt. Also zahlen die Farmer weiterhin weniger für ihren Diesel, was auch für die Farmer in Liechtenstein gilt, weil der Zollvertrag das ermöglicht.
Nicht so viel Kohle im Spiel
Aber selbst wenn die Subventionen hier gestrichen worden wären, hätten wir wahrscheinlich nicht so heftig protestiert wie in Deutschland, weil es einfach um weniger Cash geht. Schweizer Farmer bekommen jedes Jahr etwa 64 Millionen Franken zurück, das sind pro Hof etwa 1500 Franken. Ein Farmer aus Liechtenstein, der anonym bleiben will, sagt, dass das auch hierzulande hinhaut. Da die Höfe in Deutschland meist grösser sind, tut die Streichung der Subventionen denen natürlich mehr weh.
Das System ist anders
Die Art und Weise, wie der Sprit hier und in Deutschland subventioniert wird, ist auch unterschiedlich. In Deutschland zahlen die Farmer zunächst die volle Steuer von 47,07 Cent pro Liter Diesel und können dann 21,48 Cent pro Liter zurückfordern. Hier zahlen die Farmer auch erst die volle Mineralölsteuer, bevor sie eine Rückerstattung beantragen können. Aber im Gegensatz zu Deutschland wird der Verbrauch hier nicht anhand der Liter, sondern pro Hektar bewirtschafteter Fläche berechnet. Am Ende des Tages zahlen Farmer hier dank der Subvention pro Liter etwa 60 Rappen weniger für Diesel als andere Verkehrsteilnehmer.
Kein Happy End für deutsche Farmer
Aber die deutschen Kollegen verlieren jetzt nach und nach ihre Subventionen. Dieses Jahr wird der Entlastungssatz um 40 Prozent gekürzt, 2025 und 2026 dann jeweils um weitere 30 Prozent. Danach ist Schluss mit der Subvention. Aber sie müssen immer noch keine Steuern auf ihre landwirtschaftlichen Fahrzeuge zahlen, anders als hier in Liechtenstein, wo Fahrzeuge auf dem Hof besteuert werden. Aber die Kosten sind überschaubar: Die Pauschalsteuer für einen Traktor beträgt etwa 57 Franken.
