Care-Migrantinnen in Liechtenstein: Zwischen harter Arbeit und Isolation
Zwei fiktive Figuren, Marija und Irena, repräsentieren den Alltag vieler osteuropäischer Care-Migrantinnen in Liechtenstein. Im Drei-Wochen-Turnus betreuen sie pflegebedürftige Menschen, wobei sie rund um die Uhr verfügbar sind. Für 100 Franken pro Tag übernehmen sie Aufgaben wie Körperpflege, Kochen und Putzen. Ihr Einsatz bringt ihnen theoretisch einen Stundenlohn von etwa vier Franken ein.
Herausforderungen: Isolation und rechtliche Grauzonen
Die Frauen arbeiten oft isoliert und ohne geregelte Arbeitszeiten. Gewerkschaften kritisieren, dass die Vermittlungsagenturen legale Lücken ausnutzen. Sigi Langenbahn vom LANV bemängelt, dass Privathaushalte als Arbeitgeber gelten und somit wichtige Schutzbestimmungen fehlen. Die Care-Migrantinnen sind oft als Grenzgängerinnen deklariert, was zu finanziellen Einbußen führt.
Notwendige Reformen: Neuer Normalarbeitsvertrag
Ein neuer Normalarbeitsvertrag (NAV) soll die Arbeitsbedingungen verbessern, doch dessen Umsetzung verzögert sich. Der LANV drängt darauf, dass der NAV im ersten Halbjahr 2025 in Kraft tritt, um die Rechte und den Schutz der Care-Migrantinnen zu stärken.
