Die Wunden der Gesellschaft in einer Ausstellung gezeigt

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Ein integraler Bestandteil der Ausstellung ist Georgia Sagris neue Performance «City»

Vibes in the Art Scene

Rund 50 Leute haben sich am Donnerstagabend im Kunstlichtsaal des Kunstmuseums versammelt, um die Ausstellung „Case O. Between Wars“ von Georgia Sagri zu sehen. Im Zentrum: die Skulptur „Dynamis“, die sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsteile darstellt.

Performance Hype

Die 45-jährige Künstlerin hat eine krasse 40-minütige Performance hingelegt, unterstützt von Jim Fletcher. Von ruhig bis richtig laut, zeigt sie die Kontraste zwischen Mann und Frau, Dominanz und Unterdrückung, Angst und Befreiung. Sagri murmelt, redet, singt und schreit, während Fletcher erst als gruseliger Stalker, dann als unterwürfiger Typ auftritt. Am Ende kehrt Ruhe ein, und sie verlassen gemeinsam den Raum. Das Publikum: still wie ein Grab.

Kunst und Care

Nach der Show gab’s Reden von den Kuratorinnen. Letizia Ragaglia erklärte die Ausstellung und betonte die «Erholungsfläche» von Sagri, die sie für Selbstfürsorge nutzt. Sagri malt danach Bilder mit Händen und Fingern, inspiriert von diesen Sessions. Eine «Schnittwunde» auf der Museumsfassade und Vinyldrucke von Muttermalen sollen zeigen, dass der Körper Pflege braucht.

Krieg und Kunst

Christiane Meyer-Stoll sprach über die Entstehung der Ausstellung, inspiriert von der Sammlung der Monaunis, die Nachkriegszeit-Künstler zeigt. Sagri verbindet diese Werke mit ihren eigenen, thematisiert innere und äußere Wunden und schafft mit Gedichten Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ziel: das Publikum soll eigene Wunden erkennen und verarbeiten.

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