Die Vaduzer City-Council-Dudes haben sich diese freshen Alternativen zur Mühle-Sanierung angeschaut

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Also, 2022 hat der Vaduzer Rat, in einem 12 zu 1 Vote, zum zweiten Mal entschieden, dass der Landgasthof Mühle den Erdboden gleichgemacht werden soll. Gleichzeitig hat der Rat entschieden, dass das Grundstück für Bauinteressierte ausgeschrieben wird. Aber nach den Gemeindewahlen 2023 hat sich der Wind gedreht und Ende November 2023 wurde mit 7 zu 6 Stimmen der Move gemacht, den Landgasthof zu erhalten. Jetzt investiert die Gemeinde 3,4 Millionen Franken in eine Teilsanierung und hofft, danach einen Pächter für Gastronomie zu finden.

Der Gemeinderat ist den Wünschen der IG Mühle gefolgt, eine Gruppe, die sich seit 2020 für den Erhalt des Landgasthofes einsetzt. Die privaten Unternehmen, die sich für das Baurecht beworben hatten, haben das Nachsehen.

Potentielle Bauinteressenten

Im Gemeinderatsprotokoll vom September 2023 steht, dass es zwei Bewerber gab. Einer davon war die Vaduzer Medienhaus AG. Das Medienunternehmen hatte ein zukunftsfähiges, wirtschaftliches Projekt vorgeschlagen. «Unsere Idee war der “Medienpark Mühle“ – inklusive eines öffentlichen News-Cafés mit Zeitungen aus aller Welt, um das Thema Medien erlebbar zu machen. Dazu existierten bereits Pläne des Architekten sowie Visualisierungen, die wir dem Gemeinderat zur Kenntnis brachten», so Medienhaus-CEO Daniel Bargetze.

Ausserdem haben sich das Architekturbüro Verling und Partner und die Pensionskasse Stiftung Sozialfonds gemeinsam um das Baurecht beworben. Sie wurden von Rechtsanwalt Ralph Wanger vertreten: «Meine Mandanten wollten einen Ort für Begegnungen von Generationen errichten», sagt Wanger. Die Idee war ein Gebäude mit Gewerberäumen im Erdgeschoss und Mehrgenerationenwohnungen in den oberen Geschossen. Die Gemeinde hätte also grossen Spielraum gehabt, zu bestimmen, was in dem Bau enthalten ist, so Wanger.

Vorschlag zum Grundstückstausch

Architekt Helmuth Verling hat der Gemeinde Vaduz sogar einen Tausch angeboten. Vaduz hätte im Gegenzug zur Mühle-Liegenschaft das Hotel Residence im Städtle bekommen. Aber der politische Entscheid des Gemeinderates, den alten Landgasthof zu erhalten, wird akzeptiert, sagt Ralph Wanger. Seine Mandanten würden sich nun eben andere Standorte für ihre Investitionsprojekte suchen.

Bedauern über fehlendes Interesse

Medienhaus-CEO Bargetze äussert sein Bedauern. Er hat den Eindruck, dass der Gemeinderat wenig bis kein Interesse am Projekt «Medienpark» hatte: «Aufgrund der Gemeinderatsprotokolle stelle ich fest, dass die IG Mühle offenbar mehr Gehör beim Gemeinderat gefunden hat als wir. Danach wurde seitens der Gemeinde der Kontakt nicht mehr gesucht oder fand nur auf Nachfrage unsererseits statt», so Bargetze. Beide Baurechtsbewerber haben bisher keine formelle Absage erhalten.

Die Vaduzer Medienhaus AG, Herausgeberin dieser Zeitung und Bewerberin für das Baurecht auf dem Mühle-Areal, wartet immer noch auf eine offizielle, schriftliche Antwort.

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