Die TGV-Saboteure outen sich als linksradikale Olympia-Hater

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Ermittlungen an einem Tatort der TGV-Linie zwischen Paris und Lille. (Bild: Maillard/MAXPPP)

Ultralinke sabotieren TGV-Netz vor Olympia

Französische und ausländische Medien haben am Wochenende eine E-Mail von Politaktivisten erhalten, die sich zu einer Sabotageaktion vor den Olympischen Spielen bekennen. Am Freitag wurden Schaltanlagen von drei TGV-Strecken in Brand gesteckt; eine vierte Sabotage wurde durch einen Bahnarbeiter verhindert.

Reisende stecken fest

800.000 Reisende, darunter viele aus London und Brüssel, steckten stundenlang in Bahnhöfen fest und zahlreiche Züge wurden gestrichen. Viele verpassten deshalb die olympische Eröffnungsfeier in Paris.

Bekennerschreiben ernst genommen

Französische Ermittler nehmen das Bekennerschreiben ernst. Die Mail, verschickt von „sabotagetgvjo@riseup.net“, stammt von einer ultralinken, gewalttätigen Protestbewegung. Die Mail war mit „Unbekannte Delegation“ unterschrieben, einer bisher unbekannten Gruppe. Der Domainname „riseup“ ist mit Linksextremisten, radikalen Umweltschützern und Anarchisten verbunden.

Kritik an den Olympischen Spielen

In der Mail steht: „Sie nennen es ein Fest? Wir sehen darin die Feier des Nationalismus.“ Weiterhin kritisieren die Verfassenden die Olympischen Spiele als Experimentierfeld für Massenkontrolle.

Ermittlungen und Verhaftungen

Die französische Staatsanwaltschaft hat spezialisierte Einheiten mit den Ermittlungen beauftragt. Innenminister Gérald Darmanin ist zuversichtlich, dass die Täter bald identifiziert werden. Die Eröffnungsfeier verlief friedlich mit nur 19 Festnahmen. Am Samstag wurden vierzehn Aktivisten von Extinction Rebellion verhaftet, die sportliche Anlässe stören wollten. In sozialen Medien meldete „Olympische Revolte“ eine polizeiliche „Repression“ ihrer Widerstandsaktion.

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