Kulturstrategie-Drama in Liechtenstein
Liechtenstein hat ’nen Plan für alles, außer Kultur. VU-Abgeordneter Manfred Kaufmann meint, es fehlen langfristige Ziele und klare Pläne. Deshalb hat die VU das Postulat „Eine Kulturstrategie für Liechtenstein“ eingebracht. Viele Kulturschaffende haben danach gefragt.
Schockierende Kehrtwende
Kulturminister Manuel Frick hat jedoch empfohlen, das Postulat abzulehnen. Er kündigte an, dass bis Ende 2025 eine neue „Kulturstrategie Liechtenstein 2025“ geplant sei. VU-Abgeordnete Günter Vogt und Manfred Kaufmann waren baff. Vogt meinte: „Noch im Dezember-Landtag haben Sie ausgeführt, dass Sie persönlich nicht daran glauben, dass eine Kulturstrategie einen Mehrwert bietet“. Kaufmann erinnerte daran, dass Frick vor sechs Monaten meinte, es gäbe genug Grundlagen für die Kulturförderung.
Kritik und Mission Impossible
Frick erklärte, dass er nur gegen das SOL-Traktandum war, weil eine Strategie in einem Monat unmöglich sei. Manuela Haldner-Schierscher von der FL-Fraktion nannte das Postulat eine „Mission Impossible“ und kritisierte die Vermischung verschiedener Themen. Trotz der Kritik wurde das Postulat mit 13 Jastimmen angenommen. Die Regierung muss jetzt eine Kulturstrategie für Liechtenstein entwickeln und prüfen.
