Endlich Action im Schlatt
Das Hin und Her um das Schulzentrum Unterland II (SZU II) in Liechtenstein hat eine epische Länge erreicht, aber jetzt tut sich was. Ab dem Schuljahr 2027/28 sollen Kids aus Ruggell, Gamprin und Schellenberg hier die Schulbank drücken. Doch die Vergangenheit des Projekts lässt die Locals skeptisch zurück. Ruggells Vorsteher Christian Öhri erinnert sich: „Schon bei mir hiess es, dass ich die weiterführende Schule in Ruggell besuchen werde.“
Von Plänen zu Taten
Die Story begann 1991 mit einem Antrag der Gemeinden, eine neue Schule zu bauen. Trotz stetiger Anfragen und einer Unterschriftensammlung 1996, die den Bau pushen sollte, verzögerte sich alles. Otmar Hasler, ehemaliger Regierungschef, erklärte: „Das Schulzentrum Unterland II ist schon seit längerer Zeit erste Priorität.“ Doch es passierte nix. Politische Diskussionen, Standortprobleme und Verkehrsfragen bremsten das Projekt aus.
Neuer Schwung
2008 forderte eine zweite Unterschriftensammlung Taten. Kurz darauf genehmigte die Regierung 55,6 Millionen Franken, doch ein Volksentscheid stoppte den Bau erneut. Erst nach Jahren der Sparzwänge und Diskussionen wurde 2018 das Projekt wiederbelebt. 2024 erfolgte der Spatenstich. Bildungsministerin Dominique Hasler kommentierte: „Wenn ein Projekt mit erster Priorität nach über einem Vierteljahrhundert immer noch pendent ist, dann ist der Bau wirklich überfällig.“ Nun bleibt abzuwarten, ob das Budget reicht, damit die Bauarbeiten endlich durchgezogen werden.
