Ancient Wooden Madonna
Im Landesmuseum Liechtenstein gibt’s ’ne echt alte Holzskulptur, ’ne Madonna mit Kind. Sammlungskurator Donat Büchel erzählt: „Eine der ältesten bekannten Holzskulpturen des Landes“. Die Madonna aus Lindenholz stammt aus dem 14. Jahrhundert und könnte aus der Kapelle St. Maria in Triesen sein. Erworben wurde sie vom Künstler Ferdinand Nigg, und 1950 kaufte die Regierung sie für den Historischen Verein. „Ferdinand Nigg hat schon damals erkannt, dass die Figur eine große kulturhistorische Bedeutung hat.“
Private Schnapsbrennerei
Ebenfalls im Museum: eine Schnapsbrennanlage aus den 90ern. Restaurator Thomas Müssner und Kurator Donat Büchel zeigen stolz den kupfernen Kessel und die Blechtonne, die bis 1995 von einer Triesner Familie genutzt wurden. 2001 landeten sie im Museum. „Eine Hausbrennerei war früher sehr üblich“, erklärt Büchel. Müssner ergänzt: „2003 gab es noch 245 registrierte Schnapsbrennereien in Liechtenstein.“ Fun Fact: Die Anlage wurde sogar von der Schweizer Zollverwaltung plombiert, damit kein Schnaps mehr gebrannt wird.
Hebammen-Tools
Der dritte Schatz: Gerätschaften der Hebamme Frieda Bargetze, die ab 1959 in Triesen arbeitete. „Die Hebamme war lange Zeit meist die Einzige im Dorf, die medizinische und gynäkologische Kenntnisse hatte“, so Büchel. In ihrer Ledertasche hatte sie ein hölzernes Hörrohr, Mundschutz, Milchpumpe, Spritzen und ein Büchlein für die Nottaufe. Alles 2001 ans Museum geschenkt.
