Die 55. Meisterkurse Vaduz gehen offiziell an den Start

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(Bild: Gesangsdozentin Juliane Banse singt Richard Wagners Wesendonck-Lieder.)

Kick-off im Rathaussaal

Die Internationalen Meisterkurse Vaduz sind seit 55 Jahren ein Fixpunkt im Kulturkalender. Die neue Edition startete mit einem Konzert-Opener im gut gefüllten Rathaussaal: auf der Setlist Richard Wagner und Robert Schumann, performt von Sopranistin Juliane Banse und Pianist Marco Scilironi.

Slow Down, Level Up

Musikschul-Direktor Roger Szedalik stellte klar, was das Format unique macht: Entschleunigung als Upgrade. Eine Woche Fokus statt Dauer-Scrollen – 40 Studierende aus diversen Ländern holen sich hier Skills durch Close-up-Coaching und Networking. Szedalik erinnerte daran, dass «Die Begegnungen zwischen jungen Musikerinnen und Musikern» das Erfolgsrezept der Meisterkurse sind.

High-Class Performance

Im ersten Teil lieferte Banse mit einem Streichsextett Wagners Wesendonck-Lieder in der Version für Sopran und Streicher. «Der Engel» setzte den Ton, «Träume» beendete den Block in stiller Versenkung. Nach der Pause zog Schumanns Klavierquartett Es-Dur op. 47 durch, mit Scherzo-Vibes und einem Andante cantabile, das im Kopf blieb; das Finale riss das Publikum mit.

Vaduz als Creative Bubble

Neu im Teaching-Team: Juliane Banse als Vocal-Coach. Szedalik betonte: «Die Studierenden kommen nicht nur wegen der Lehrenden nach Vaduz. Die Atmosphäre des Ortes spielt eine ebenso grosse Rolle. Vaduz ist überschaubar, der Fokus klar, die Ablenkungen gering.» Langanhaltender Applaus markierte einen würdigen Start der 55. Ausgabe.

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