Money Troubles für Treuhänder
Also, gestern musste sich dieser Treuhänder und Wirtschaftsprüfer aus Österreich in ’nem Gerichtsverfahren wegen versuchter Untreue und Geldwäscherei verteidigen. Er hat zwar zugegeben, dass da was dran ist, aber er fand, dass er in Vaduz gar nicht erst vor den Kadi hätte kommen sollen.
Backstory und erster Schuldspruch
Letztes Jahr hat das Landgericht Steyr den Dude wegen Untreue schon mal verknackt. Musste Kohle blechen und bekam fünf Monate auf Bewährung. Das war zwar related zu dem, was jetzt in Liechtenstein abging, aber es ging um ’nen anderen Vorfall. Das hat nicht nur das Obergericht so gesehen, sondern auch das Kriminalgericht. Nach vier Stunden Verhandlung stand dann der Schuldspruch fest.
Aufstieg und Fall
2017 wurde der Wirtschaftsprüfer zum Geschäftsführer einer Vermögensverwaltungsgesellschaft ernannt, nachdem der vorherige Gesellschafter abgetreten war. Der hat aber nicht nur ’nen neuen Chef hinterlassen, sondern auch ’nen Haufen Schulden. Also wurde ein Insolvenzverfahren gestartet und der Angeklagte sollte alle Geldbewegungen pausieren lassen, bis alles geklärt ist. Es ging um 257 000 Euro, die die Eltern des Verstorbenen der Gesellschaft geliehen hatten. Der Angeklagte hatte dafür zwei Verträge erstellt: Einer deklarierte die Summe als Schenkung an ihn, der andere machte ihn zum Verwalter des Geldes. Der Angeklagte meinte dazu, er wäre einfach nur auf alle Fälle vorbereitet gewesen und hätte eigentlich von einer Schenkung ausgegangen.
Money Moves
Der Angeklagte dachte, dass alles geklärt wäre, nachdem die Eltern ’ne Steuerselbstanzeige gemacht hatten. Also versuchte er, die 257 000 Euro auf sein Privatkonto zu überweisen. Die Bank hat’s aber nicht durchgezogen und so ist er nur bei dem Versuch der Untreue geblieben. Trotzdem hat er versucht, das Geld auf ein österreichisches Geschäftskonto zu transferieren und hat von da aus Geld abgehoben. Deshalb wurde er in Steyr der Untreue schuldig gesprochen.
Gerichts-Drama
Die Staatsanwältin meinte in ihrem Plädoyer, dass der Angeklagte die Überweisungen niemals hätte machen dürfen und dass er als Wirtschaftsprüfer das auch gewusst hätte. Der Verteidiger forderte dagegen ’nen Freispruch oder zumindest ein mildes Urteil. Der Kriminalgerichtssenat hat den Österreicher dann aber doch schuldig gesprochen.
Verdict
Der Typ wurde zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt, zusätzlich zu seinem vorherigen Urteil. Das Urteil ist aber noch nicht endgültig.
