Der Rat für deutsche Rechtschreibung entscheidet über die Sprache

2 Min Read
(Bild: Leuphana)

Sprachrat Update: Behind the Scenes

Der deutsche Rat für Rechtschreibung, das Steuerungskomitee für die deutsche Sprache, hat Karina Frick als Liechtensteins Repräsentantin. Frick, Juniorprofessorin für Angewandte Linguistik an der Leuphana Uni Lüneburg, gibt Insights zu den Entscheidungen des Rates.

Demokratie im Sprachrat

Frick erklärt: „Der Rat hat 41 Mitglieder aus sieben deutschsprachigen Regionen. Arbeitsgruppen erarbeiten detaillierte Vorschläge, über die dann abgestimmt wird. Eine Zweidrittel­mehrheit ist nötig. Es handelt sich also um ein demokratisches Gremium, das auf der Grundlage wissenschaftlicher Arbeit seine Entscheidungen trifft.“

Liechtenstein On Board

Seit Anfang des Jahres ist Frick die offizielle Vertreterin Liechtensteins im Rat, Nachfolgerin von Renate Gebele Hirschlehner. Sie hebt hervor, wie unterschiedliche berufliche Hintergründe und Sprachregionen im Rat vertreten sind.

Kleine Länder, große Stimme

Neben Deutschland, Schweiz und Österreich sind auch Liechtenstein, Bozen-Südtirol, Belgien und Luxemburg (ohne Stimmrecht) präsent. „Proportional gesehen sind also die kleineren Länder gut vertreten.“

Sprachgebrauch im Fokus

Der Rat analysiert Sprachgebrauch mit digitalen Textkorpora, darunter das Orthografische Kernkorpus des IDS mit 14 Milliarden Wortbelegen. Auch das „Liechtensteiner Vaterland“ ist Teil davon. Anglizismen werden bei ausreichender Häufigkeit ins Amtliche Wörterverzeichnis aufgenommen.

Zukunft der Rechtschreibung

Groß- und Kleinschreibung bleibt bestehen, da selbst die Gebrüder Grimm damit scheiterten. Die überarbeitete Zeichensetzung hilft weiterhin, Texte leicht verständlich zu machen.

Zum Originalartikel

Leave a comment