Der «Landesspiegel» – mehr als nur ein Hobby

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Gregor Meier im Einsatz. (Bild: Nils Vollmar)

Einzelkämpfer im Medien-Dschungel

Meier, der 40-jährige Kopf hinter dem „Landesspiegel“, rockt sein Ein-Mann-Medienunternehmen aus einem kleinen Büro in Vaduz. Seine Deko: zwei Bilder und ein Gartenzwerg. Er manipuliert gerne Fotos von sich mit KI und beschreibt sich selbst als „herausragenden Juristen, renommierten Buchautor und erfolgreichen Unternehmer“.

Vom Volksblatt zum Landesspiegel

Nach dem Ende des „Volksblatts“ im März 2023 witterte Meier seine Chance und gründete den „Landesspiegel“. Sein Ziel: eine unabhängige und kritische Nachrichtenquelle. Trotz seiner Leidenschaft für Medien bleibt der „Landesspiegel“ mehr als nur ein Hobby für den IT-affinen Juristen.

Herausforderungen und KI-Fails

Meier setzt stark auf KI, was manchmal zu kuriosen Fehlern führt. In einem Artikel wurden fiktive Personen wie Wirtschaftsminister Peter Frick und Tourismusexperte Hans Müller erfunden. Meier räumt den Fehler ein, erklärt aber, dass er normalerweise alle Texte prüft.

Funding und Zukunft

Trotz harter Arbeit – rund 60 Stunden pro Woche – und der Nutzung von KI zur Organisation, kämpft Meier mit finanziellen Herausforderungen. Eine gedruckte Ausgabe scheiterte an fehlenden Abonnenten und Inhalten. Die Medienförderung bleibt ein Hoffnungsschimmer, insbesondere eine mögliche Erhöhung des Sockelbetrags auf 100’000 Franken.

Fokus und Feedback

Der „Landesspiegel“ setzt auf Quantität, um Werbeeinnahmen zu generieren. Meier wünscht sich mehr Feedback zur Qualität von der Medienkommission und hofft auf zusätzliche Mitarbeiter zur Qualitätssteigerung. Ob es den „Landesspiegel“ in fünf Jahren noch gibt, bleibt ungewiss.

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