**Die Mini-UN trifft ne fette Entscheidung**
Yo, checkt das: Es gibt nur vier UNO-Staaten, die nicht beim Internationalen Währungsfonds (IWF) mitmischen: Monaco, Nordkorea, Kuba und Liechtenstein. Aber anscheinend hat Lichtenstein keinen Bock mehr auf den Mini-UN-Club, denn der Landtag hat mit 19 Jastimmen dafür gestimmt, dem IWF beizutreten. Falls kein Referendum dazwischenfunkt, plant die Regierung im Herbst, das IWF-Übereinkommen in Washington zu signieren und damit offiziell als 191. Mitglied im Währungsfonds willkommen geheissen zu werden. Einige Parlamentarier sind aber nicht so sicher, ob das wirklich so geil ist, wie es die Regierung darstellt.
**Was kostet der Spaß?**
Die Regierung rechnet mit Kosten von etwa ner halben Million Franken pro Jahr für den IWF-Beitritt. Dazu muss Liechtenstein beim IWF eine Art Kaution, die sogenannte Quote, von 120 Millionen Franken hinterlegen, von denen 30 Millionen effektiv eingezahlt werden müssen. Aber hey, das Geld wirft vier Prozent Zinsen ab und kann bei Bedarf jederzeit zurückgegriffen werden.
**Sicherheit oder Schmu?**
Der IWF-Beitritt ist für Liechtenstein quasi eine Versicherung für Krisenfälle – die UN-Organisation kann schnell Gelder zur Verfügung stellen, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Aber der DpL-Abgeordnete Thomas Rehak fragt sich, ob das wirklich so viel bringt. „Das bringt uns keinen Mehrwert“, meint er. Regierungschef Daniel Risch kontert, dass die vom IWF bereitgestellten Mittel sich nicht an der Quote orientieren, sondern am Bedarf.
**Quotenerhöhungen und Zahlungsversprechen**
Abgeordneter Sascha Quaderer betont, dass der IWF nicht „die Lösung“ in Krisenfällen ist, sondern nur „ein Teil der Lösung“. Auch die Quotenevaluierung ist ihm wichtig: Alle fünf Jahre überprüft der IWF die Höhe der Quoten. Und Ende 2023 kam er in seiner letzten Evaluationsrunde zum Schluss, dass die Quoten Ende 2024 um 50 Prozent erhöht werden sollten. Für Liechtenstein bedeutet das: Die Quote steigt um zusätzliche 60 Millionen Franken. Aber die Regierung betont, dass der Landtag die Erhöhung ablehnen kann, ohne dass sich dadurch Nachteile ergeben.
**Zum Schluss noch ein paar Worte vom Regierungschef**
Regierungschef Risch beruhigt die Gemüter, dass von den aktuell 190 IWF-Mitgliedern kein Einziges daran denkt, den Währungsfonds zu verlassen. Und Liechtenstein selbst müsse sich bewusst sein: „Ob wir das 191. Mitglied werden, ist für den IWF unbedeutend. Für uns könnte es im Fall einer Krise aber bedeutend sein.“
