Der grosse Farbvergleich triggert ein bisschen Neid

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Production-Vibes in Nunningen

Im solothurnischen Nunningen läuft bei der Plaque Suisse AG ein echter Nummernschild-Hustle: Rund eine Million Schilder pro Jahr, davon 7000 bis 8000 fürs Fürstentum Liechtenstein. «Das ist für uns eine schöne Abwechslung. Anstelle von Schwarz auf Weiss dürfen wir für unser Nachbarland auch Weiss auf Schwarz produzieren. Und das fürstliche Emblem sieht schon auch sehr edel aus», sagt Geschäftsführer André Seiler. Liechtenstein ist das einzige Ausland, für das produziert wird.

Handmade statt Roboter-Fabrik

Die Kleinserien für Liechtenstein werden manuell gestanzt. «Die kleineren Mengen, die es für Liechtenstein und zum Beispiel auch für Glarus braucht, werden von Hand gemacht», erläutert Betriebsleiter Beat Gilomen. Der Roboter springt erst bei Big-Player-Kantonen wie Zürich oder St. Gallen ein.

Official Document – No DIY-Upgrade

«Was viele nicht wissen: Die Autonummer ist ein offizielles Dokument», erklärt Gilomen. Sticker, transparente Folien oder Club-Logos gelten als unbefugte Änderung und können als Urkundenfälschung laufen – in der Schweiz wie in Liechtenstein.

Numberplate-Goals in Rot-Weiss

Gilomens persönlicher Favourite: die Veloanhängernummern. «Bei den Veloanhängernummern werde ich schon ein bisschen neidisch. In der Schweiz sind sie rot, mit einer schwarzen Schrift. In Liechtenstein rot mit weissen Buchstaben und Zahlen. Also in den Farben unseres Landes. Das hätte ich hier schon auch gerne so.»

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