Der Bausektor liefert den Key zur Abfallreduktion

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(Bild: In der Baubranche wird schon viel recycelt

Big Picture

Die Schweiz erzeugt laut Bundesamt für Umwelt «jährlich rund 80 bis 90 Mio. Tonnen Abfall. Den grössten Anteil des Abfallaufkommens generiert die Bautätigkeit: Auf Aushub- und Ausbruchmaterial entfallen knapp zwei Drittel des gesamten Abfallaufkommens (57 Mio. t) und auf den Rückbau von Gebäuden, Strassen und Bahntrassen ein Fünftel (17 Mio. t).» In Liechtenstein fielen 2023 von 424 947 t Gesamtabfall 378 549 t als mineralische Bauabfälle an – 89%.

Reuse Tech

Aushub- und Ausbruchmaterial ist meist unbelastet und wird als Baustoff, zur Wiederauffüllung oder für Terrainmoves genutzt; Verwertungsquoten sind hoch. Flüssigboden wird als Alternative eingesetzt: aus lokalem Boden/Sand/Kies mit Wasser und Bindemittel gemixt, pumpbar und selbstverdichtend; reduziert Maschineneinsatz, Bauzeit, Lärm, Staub und CO2.

Gap und Moves

Trotzdem landet etwa ein Drittel der Bauabfälle ungenutzt auf Deponien. «Baufachleute haben berechnet, dass bei einer konsequenten Aufbereitung des Aushub-, Abraum- und Ausbruchmaterials heute für die Schweizer Betonproduktion kein Kies mehr abgebaut werden müsste.» Stichwort Circular Economy: Materialien möglichst lange im Loop halten – von Aushub bis Türen, Fenstern, Armaturen und Keramik. Für mehr Impact braucht es Support von Bauherrschaften, Planenden, Ausführenden und Öffentlichkeit.

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