Landwirte in Liechtenstein: Förder-Chaos
Landwirtschaftsbetriebe in Liechtenstein bekommen staatliche Kohle, um über die Runden zu kommen und öffentliche Dienste abzurechnen. Die Auszahlung läuft in drei Raten: zwei Mal 30 Prozent im April und August und der Rest Ende Jahr. 2023 gab’s bei der letzten Rate aber Chaos, wie Dagmar Bühler-Nigsch (VU) im Juni-Landtag aufdeckte.
Zahlungs-Wirrwarr
VU-Abgeordnete Bühler-Nigsch stellte fest: „Es wurden sowohl zu tiefe wie auch zu hohe Förderbeiträge ausbezahlt.“ Landwirte meldeten sich beim Amt für Umwelt, woraufhin im Februar 2024 Korrekturen vorgenommen wurden. Aber wieder stimmte das Geld nicht. Zu hohe Beträge wurden zurückgefordert, die Differenz bei der nächsten Auszahlung abgezogen. Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni erklärte, dass die Rückforderungen und Nachzahlungen etwa 430’000 Franken ausmachen.
Daten-Chaos und Software-Fails
Über die Hälfte der Betriebe (56 von 95) bekamen zu viel Geld, weil Daten aus der Tierverkehrsdatenbank falsch importiert wurden. Ein Drittel (35 Betriebe) hatte weitere Software-Fehler. Bei zwei Betriebsgemeinschaften wurden die Einkommensbeiträge falsch berechnet.
Amt für Umwelt reagiert
Monauni betont, das Amt habe die Fehler selbst erkannt und sofort mit der Berichtigung begonnen. Nachzahlungen seien ein üblicher Prozess. Zukünftig sollen neue Maßnahmen und eventuell neue Software solche Fehler verhindern. Alle Betriebe haben bereits eine korrigierte Schlusszahlung für 2023 erhalten.
