Second Try im Ländle
In Liechtenstein läuft aktuell der zweite Run für eine Fristenlösung. 2011 hatten die Initiantinnen 1580 Signaturen am Start, danach folgte ein intensiver Abstimmungskampf plus eine Vetoankündigung des Erbprinzen – am Ende scheiterte die Initiative knapp an der Urne. Anfang dieses Jahres legte ein neues Initiativkomitee nach und übergab gestern fast 5000 Unterschriften an die Regierung. Rund jede vierte stimmberechtigte Person hat gesigned. Das Resultat gilt als „bemerkenswert … auch vor dem Hintergrund der Vetoankündigung des Erbprinzen“, der sein Veto schon zum Launch der Sammlung angekündigt hatte. Auf Anfrage des «Vaterlands» „verzichtete Erbprinz Alois auf eine Stellungnahme bezüglich des ausserordentlichen Ergebnisses.“
Highscore-Liste der Petitionen
Der aktuelle Move erreicht damit das zweithöchste Unterschriften-Resultat ever im Land. Der Rekord bleibt bei der Verfassungsinitiative des Fürstenhauses von 2002: Laut offizieller Abstimmungswebsite unterschrieben damals 6240 Stimmberechtigte, was 37 Prozent entsprach, wie das «Vaterland» 2002 berichtete. Insgesamt knackten in der Geschichte des Landes bisher drei weitere Volksbegehren die 3000er-Signaturen-Marke.
