Geständnis und Reue
Der Verurteilte gestand gleich zu Beginn der Verhandlung: „Ich lag zu 100 Prozent falsch“ und bekannte sich schuldig. Ohne Anwalt und voller Reue will er den Opfern Schmerzensgeld zahlen. Nach dem Unfall informierte er selbst die Polizei und bestritt vor Gericht nichts.
Der Unfallabend
Der irische Bauarbeiter in Liechtenstein gönnte sich am 29. Februar einige Biere mit Kollegen. „Eigentlich wollte ich in der Baracke schlafen. Aber der Kranführer hat mich gebeten, ihn heimzubringen“, erklärte er. Mit 1,75 Promille und nur Kaffee im Magen, fuhr er gegen 21 Uhr Richtung Feldkirch und übersah in Schaanwald zwei Passanten auf dem Zebrastreifen.
Verletzungen und Folgen
Einer der Männer brach sich das linke Schienbein und den Unterschenkelknochen, musste operiert werden und leidet weiterhin an Schmerzen. Der zweite Mann kam mit Prellungen am Bein und Rücken davon.
Forderungen und Urteil
Der Staatsanwalt betonte: „Don’t drink and drive“ ist kein Werbeslogan. Trotz der geständigen Tat sei dies keine Lappalie. Der Richter verurteilte den Iren zu drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 3000 Franken Schmerzensgeld sowie 800 Franken Verfahrenskosten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
