Landtag stoppt Free-ÖV-Pilot
Im September stand Gratis-ÖV auf der Agenda: Re-Run des 1988er Verkehrsversuchs, ab Fahrplanwechsel Dezember 2027 als dreijähriger Pilot. Die FBP-Motion scheiterte an Cost-Benefit-Concerns.
Preis vs. Angebot
Preise gelten nicht als Dealbreaker; Arbeitgeber und Gemeinden pushen Subventionen. «Nicht der Preis, sondern das Angebot ist für die ÖV-Nutzung entscheidend», meinte VU-Abgeordneter Dietmar Hasler. So Thomas Sauter-Servaes (ZHAW): «es braucht vor allem attraktive und moderne Anreizsysteme, um die Menschen dazu zu bringen, die Autos stehen zu lassen». Das Mobilitätskonzept 2030 setzt auf einheitliche Parking-Policy; landesweite Gebühren und Zeitlimits können die Nutzung vom eigenen Auto «massgeblich beeinflusst werden».
International Benchmarks
Luxemburg fährt seit 2020 free; parallel Ausbau von Rail und Tram. Rail-Ridership stieg von 25 auf 31,3 Mio., Tram von 6,2 auf 31,7 Mio. Tallinn (seit 2013) boostete Inklusion und Registrierungen; Subventionen +25%, durch Steuern fast gedeckt, Fahrgäste +14% im ersten Jahr, Modal Shift klein. Aubagne verdoppelte Ridership, Pkw −10%. Dünkirchen: +65% werktags, +125% weekends; Handel profitierte. Templin/Hasselt: x12, später Kostenbremse. Frýdek-Místek: +17% im ersten Jahr, danach Ø +9%; 8% Umsteiger vom Auto.
