Cyberangriff auf Liechtenstein liefert klare Fakten und laesst viele Fragen offen

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(Bild: Am Sonntagabend informierte die Regierung an einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz über den Datendiebstahl.)

Massiver Data-Leak im Finanz-Register

Beim Register der wirtschaftlich Berechtigten (VwbP) ist ein gezielter Cyberangriff durchgerauscht: Hacker haben Daten von rund 31 000 Rechtsträgern als Full-Download gezogen – ungebremst, ohne Auto-Block, big Security-Fail. Das VwbP wurde 2021 zur Umsetzung der 5. EU-Geldwäschereirichtlinie eingeführt und ist eigentlich ein High-Security-Tool gegen Geldwäscherei und Terrorfinanzierung mit streng limitiertem Zugriff.

Wer betroffen ist und welche Daten draussen sind

Erwischt hat es alle Personen, die irgendwie an liechtensteinischen oder ausländischen Gesellschaften, Stiftungen, Trusts, Vereinen oder lokalen Gewerben dranhängen – von «vermögenden Familienstiftungen» bis zum «einfachen lokalen Gewerbebetrieb». Abgezogen wurden Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnsitzstaat und Staatsangehörigkeit, jeweils direkt mit dem jeweiligen Rechtsträger verknüpft. Keine Bankdaten, Adressen oder Kontostände im Leak – das VwbP ist ein reines Struktur-Register.

Risiken, Damage und laufende Investigations

Die Daten liefern eine perfekte Basis für Fraud, Erpressung oder sogar physische Threats wie Entführungen. Regierungschefin Brigitte Haas erklärte, es gebe bisher «keine Lösegeldforderungen» und die Daten würden aktuell «nicht im Darknet zum Verkauf angeboten werden». Der Abfluss passierte in der Nacht auf den 30. Juli, das System wurde danach offline genommen. Forensische Ermittlungen laufen, eine Info-Mail vwbpfragen@llv.li ist live, weitere Updates sollen an einer Medienkonferenz folgen.

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