CS-Takeover: Liechtensteiner Investmentfonds schießt auch gegen UBS

2 Min Read

Fusion Drama: UBS und Credit Suisse

Letztes Jahr hat die Schweizer Regierung per Notrecht die UBS gezwungen, die Credit Suisse zu übernehmen. Die Konditionen der Fusion waren heftig: Für 22,48 Credit-Suisse-Aktien gab es eine UBS-Aktie, was nem Preis von 0,76 Franken pro Aktie entsprach. Vor der Übernahme lag der letzte Kurs der Credit-Suisse-Aktie aber noch bei 1,86 Franken.

CS-Aktionäre sind salty

Kein Wunder, dass die ehemaligen CS-Aktionäre salty sind. Fast 40 von ihnen haben gegen die UBS geklagt, darunter auch einige aus Liechtenstein. Im August hat die Kanzlei Lennert Partners aus Triesen eine Sammelklage beim Handelsgericht Zürich eingereicht.

Ausgleichszahlung gefordert

Die Kläger, die von der Kanzlei vertreten werden, finden den Umwandlungssatz von 0,76 Franken pro Credit-Suisse-Aktie zu niedrig und wollen eine Ausgleichszahlung. Sie fordern mindestens 7,78 Franken pro Aktie. Die Gesamtsumme der geforderten Ausgleichszahlung bleibt aber ein Mysterium – Philipp Lennert will dazu nix sagen.

UBS wehrt sich

Das Handelsgericht Zürich hat die fast 40 Klagen gegen die UBS in einem Verfahren zusammengefasst. Die UBS hat vor einem Monat ihre Antwort eingereicht. Die Bank argumentiert, dass die Credit Suisse vor der Fusion kurz vorm Kollaps stand. Ohne die Fusion hätten die Aktionäre also alles verloren. Deshalb sei jedes Umtauschverhältnis über Null angemessen.

Die nächsten Schritte

Lennert Partners hat auf die Antwort der UBS reagiert. Der Anwalt räumt ein, dass die deutsche Rechtssprechung für die Schweiz nicht direkt relevant ist. Aber er meint, dass Gerichte in solchen Fällen oft auf die Rechtssprechung in Nachbarländern schauen. Die Kläger haben jetzt bis Ende Mai Zeit, auf die Antwort der UBS zu reagieren. Was danach passiert, entscheidet das Handelsgericht Zürich.

Leave a comment