Checkt’s mal ab, Leute. In Davos wurde in den letzten Tagen ein 250 Kilometer langer Schutzzaun gezogen. Die Polizei von Bündner bekommt Support von etwa 5000 Armyleuten und die Schweiz muss für diese extra security moves richtig Asche hinlegen: etwa neun Millionen Franken für die Sicherheit von Regierungschefs, Wirtschaftsbossen und anderen Gästen beim Weltwirtschaftsforum. Seit gestern ist der Luftraum tight, nach Davos kommt nur, wer den passenden Stempel hat. Am 15. Januar geht das WEF los und neben Regierungschief Daniel Risch, Erbprinz Alois und dem ukrainischen President Selenski wird auch eine Crew der Liechtensteinischen Landespolizei am Start sein.
Geheimnisse in Uniform
Wie viele Cops aus Liechtenstein in Davos am Start sind, bleibt secret, sagt Dunja Goop, die Pressesprecherin. Sie lässt aber los, dass es sich um einen interkantonalen Polizeieinsatz handelt und die Landespolizei ein Teil davon ist. Die Anzahl der Kräfte wird über einen Schlüssel berechnet. Für jeden Cop, der 24 Stunden im Einsatz ist, werden die Kantone – und in diesem Fall Liechtenstein – mit 600 Franken entschädigt. Die Polizeisprecherin sagt, dass die Polizisten im Personenschutz, Objektschutz, dem Begleiten von Fahrzeugkonvois und bei der Flugpolizei eingesetzt werden. Während der WEF-Woche mischen sich die Liechtensteiner Polizeikräfte mit den Kollegen aus anderen Korps und sind der Kantonspolizei Graubünden unterstellt, die auch die Einteilung in die verschiedenen Einsatzfelder vornimmt.
Ständig in der Spur
Die Landespolizei trainiert ihr Korps das ganze Jahr in den verschiedensten Skills. Sie arbeitet auch eng mit den Polizeistationen in der benachbarten Schweiz zusammen. „Einsätze wie das WEF in Davos brauchen daher keine zusätzliche Schulung“, so Polizeisprecherin Goop. Vor jedem Einsatz gibt es jedoch immer einsatzbezogene Briefings für die eingeteilten Mitarbeiter und Teams.
Sicherheit auf dem Prüfstand
Walter Schlegel ist der Gesamteinsatzleiter der Polizei- und Armeeangehörigen und er ging gestern bei einer Pressekonferenz auf die wichtigsten Fragen ein. So würden das sicherheitspolitische Umfeld und die Bedrohungslage den Einsatzkräften noch umfassendere Einsätze als vor einem Jahr abverlangen. Auch die Kontrollposten auf dem Weg nach Davos sind bereits ab Sonntag im Einsatz. Der Luftraum wurde bereits gestern gesperrt. Eine Menge schutzbedürftiger Personen reist zum WEF: unter anderem der ukrainischen Präsident, Emmanuel Macron aus Frankreich und Isaac Herzog aus Israel. Insgesamt werden mehr als 2800 Teilnehmende aus 120 Ländern anreisen, darunter mehr als 60 Staats- und Regierungschefs.
