Chill mit der Operette in ’ner stressfreien Welt ab

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Chilliger Abend mit Operette vibes

Präsident Toni Bürzle hat die Gang begrüsst und war voller hyped Stimmung, weil eine «energiegeladene Show» mit krassen Lichteffekten und einem frisch designten Bühnenbild ansteht. Er war auch voll am abfeiern, dass die Operette mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein das 25-jährige Jubiläum rocken dürfen. «Man könnte schon fast sagen, es ist unser Hausorchester.» Auch der Boss Karl Malin hat ein paar Worte gedroppt und hat sich bei den langjährigen Operetten-Aktiven für ihren Dauereinsatz bedankt.

«Kunst und Kultur sind unser Lifeblood»

Für den Hauptsponsor, die Liechtensteinische Landesbank, die die Operette schon seit über 60 Jahren und seit 45 Jahren als Hauptsponsor pusht, hat CEO Gabriel Brenna gesprochen. «Heute Abend stehen wir wieder vor einem magischen Moment, einem Moment, der uns aus dem daily grind rausnimmt und uns in die leuchtende Welt der Operette eintauchen lässt», sagte er. Die «Csárdásfürstin» nimmt uns mit in eine Welt, die chillig, optimistisch und in Champagnerlaune das Leben feiert. «Gesang, Musik, Tanz und Schauspiel, dazu hinreissende Kostüme und ein filmreifes Bühnenbild, die Operette lässt uns sehen, hören, fühlen, wie sehr wir Kunst und Kultur zum Leben brauchen», sagte Gabriel Brenna. Und weiter: «Wollen wir angesichts der vielen geopolitischen und wirtschaftlichen challenges und der grossen Hektik im Alltag nicht alle einmal für ein paar Stunden in eine andere, in eine sorglose Welt eintauchen?»

Themen, die heute noch on point sind

Kulturminister Manuel Frick hat in seiner kurzen Rede unter anderem auf die vibes der Zeit eingegangen, in der Emmerich Kálmán die «Csárdásfürstin» geschrieben hat. Damals stand die Welt kurz vor dem ersten Weltkrieg und die Premiere musste verschoben werden. Dieses feeling schlägt sich auch in der Musik nieder, die zwischen Witz und Krise schwanke. «Die Operette behandelt auch gesellschaftliche Probleme, die uns auch in der heutigen Zeit noch beschäftigen wie beispielsweise Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung», sagt Frick. Dies sei ihm besonders als Gesellschaftsminister wichtig, denn eine Operette könne der Gesellschaft gut den Spiegel vorhalten.

«Ich habe die Darsteller auf die Probe gestellt»

Zum Schluss hat noch Regisseur Gernot Kranner einen kurzen Einblick in seinen ersten Aufenthalt in Liechtenstein, seine Probenarbeit und das Stück gegeben. Er hat Liechtenstein «sehr lieb gewonnen» und hat sich mega wohl und willkommen gefühlt. Auch gibt er zu, dass er die Darsteller nicht geschont habe. «Ehrlichgesagt hab ich sie gequält. Nicht, weil ich das gerne mache, sondern weil eine richtig gute Operette richtig viel Arbeit ist.» In der Csárdásfürstin geht es um Liebe, um «Standesdünkel», um Schönheit und das Eintauchen in eine schöne Welt. Dies sei besonders vor 100 Jahren wichtig gewesen, jedoch auch heute. «Die Operette wurde vor 100 Jahren geschrieben, und erreicht uns noch heute.»

Weitere Aufführungen: www.operette-balzers.li

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